„Die Anzahl der Gäste aus Ländern, in denen nicht deutsch oder italienisch gesprochen wird, soll von derzeit 11,1 Prozent in den nächsten fünf Jahren auf 15 Prozent aller Nächtigungen gesteigert werden“, beschreibt SMG-Geschäftsführerin Greti Ladurner die Zielsetzung der Südtirol Marketing Gesellschaft. Vor zehn Jahren habe dieser Wert noch bei 7,1 Prozent gelegen. Um das Ziel zu erreichen, bedürfe es einer Erweiterung der Märkte und Zielgruppen. Derzeit bewirbt die SMG Südtirol in neun europäischen Märkten: Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Polen und Tschechien. „Die Internationalisierung des Südtiroler Tourismus soll wirtschaftliche Schwankungen in den Hauptmärkten auffangen und eine bessere Auslastung übers Jahr gewährleisten“, so Ladurner. Damit in Zukunft verstärkt internationale Gäste Südtirol als Urlaubsziel wählen, setzte die SMG in den nächsten Jahren auf verschiedene Maßnahmen. Neben einer umfassenden Potentialanalyse in und außerhalb Europas, deren Daten im Herbst 2014 vorliegen werden, sei es ein Ziel der SMG neue Gästegruppen in bestehenden Märkten anzusprechen, so die SMG-Geschäftsführerin.„Wir sind überzeugt, dass sich über neue thematische Zugänge wie beispielsweise Architektur oder Kultur auch neue Zielgruppen aus den bekannten Herkunftsländern erschließen lassen“, betont Ladurner. Die genannte Potentialanalyse soll ergeben, welche Märkte für Südtirol in Zukunft interessant sein können. Was die Erschließung neuer Märkte betrifft, so verstärke die SMG zunehmend die Zusammenarbeit mit internationalen Reiseveranstaltern und baue damit den Vertrieb aus. „Für viele potentielle Gäste sind das Reisebüro oder der Reiseveranstalter die erste Anlaufstellen, wenn Südtirol mit seinen Betrieben dort nicht gelistet ist, werden wir auch nicht gebucht“, sagt Ladurner. Erste Vertriebsaktivitäten werden auch in Russland gestartet. Eine Kooperation mit Russlands größtem Reiseveranstalter PAC ist bereits mit dieser Wintersaison gestartet und soll zusätzliche Gäste für Südtirol bringen. Eine verstärkte Zusammenarbeit soll es zudem mit den landwirtschaftlichen Qualitätsprodukten geben. Von 4,1 Mio. Mehrübernachtungen in den letzten zehn Jahren, kommen 1,2 Millionen aus dem italienischen Markt, dann folgen die Schweiz, Deutschland und die Niederlande in absteigender Reihenfolge mit den meisten Mehrübernachtungen. Die Übernachtungen der russischen Gäste nehmen prozentuell am stärksten zu und verzeichnen einen Zuwachs von 19,6 Prozent, das sind 133.651 Mehrübernachtungen seit 2002.„Grundsätzlich sind diese unsere Vorhaben im Alleingang nicht fruchtbringend, weshalb wir das Thema der Internationalisierung im Schulterschluss mit den Tourismusverbänden und Beherbergungsbetrieben angehen werden“, schließt Ladurner.