Durch die fehlende Präsenz des Redners bekommen bei Online-Präsentationen andere Punkte als bei „herkömmlichen“ Präsentationen deutlich mehr Gewicht. Hier ein paar Tipps, wie Sie auch online spannend präsentieren und die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer länger halten. <BR /><BR /><BR /><b>Deutlich mehr Interaktion</b><BR />Die Interaktion ist ein unglaublich wichtiger Bestandteil von Webinaren. Bereits nach 10 Minuten wird es für die Teilnehmer schwierig, nur auf den Bildschirm zu schauen. Streben Sie deshalb am besten alle 5 Minuten eine Aktivierung an: Wenn Ihr Webinar also 30 Minuten dauert, sollten Sie in dieser Zeit 6 Aktivierungen starten. Aktivierungen sind zum Beispiel Fragen, kleine Aufgaben, Gruppenarbeiten, Umfragen, Präsentationen der Teilnehmer und Videos. Ihre Teilnehmer sollen das Gefühl bekommen, richtig und gut an Ihrer Präsentation beteiligt zu sein. <BR /><BR /><b>Mehr Folien</b><BR />In Webinaren brauchen Sie insgesamt mehr Folien als in Offline-Präsentationen – diese sollten Sie alle ein bis 2 Minuten wechseln. Achten Sie darauf, Ihre Folien mit Bildern so zu gestalten, dass sie emotional stimulierend sind. Nutzen Sie visuelle Veränderungen und Animationen, zum Beispiel Zoom-Effekte, um Ihren Folien noch mehr Leben einzuhauchen.<BR /><BR /><BR /><b>Fragen, fragen, fragen</b><BR />Bei kleinen Gruppen sollten Sie am besten nach spätestens 2 Minuten eine Frage stellen. Auch Checkfragen sind wichtig, denn sie „wecken“ Ihr Publikum auf, motivieren zum Feedback und regen die Gedanken an. Fragen sind die wohl stärkste Waffe gegen den Aufmerksamkeitsverlust, die Sie im Webinar besitzen. Auch wenn ein Teilnehmer eine Frage hat, kann er über die Software ein Zeichen abgeben, sodass Sie ihn zuschalten können. Anschließend können Sie die Frage für alle wiederholen, bevor Sie sie beantworten (lassen). <BR /><BR /><BR /><b>Deutlich mehr Abwechslung</b><BR />Je mehr sich am Bildschirm tut, desto leichter bleiben die Teilnehmer bei der Sache. Switchen Sie zum Beispiel auch immer wieder zwischen Folienpräsentation und Ihrer persönlichen Videokamera hin und her und wechseln Sie zwischen Porträt, und Ganzkörper-Ansicht. Nutzen Sie andere Tools wie zum Beispiel das White-Board, um gemeinsam mit den Teilnehmern Inhalte festzuhalten oder zu erarbeiten.<BR /><BR /><BR /><b>Mehr Kraft in der Stimme</b><BR />Wussten Sie, dass am Telefon nur ein Teil Ihrer Stimme übertragen wird? Es nimmt nämlich nur ein bestimmter Teil des Frequenzbandes wahrgenommen. Die Folge: Sie klingen monoton und weniger lebendig. Über die Internetleitung haben wir den gleichen Effekt. Gerade bei längeren Präsentationen kann dies die Aufmerksamkeit Ihres Publikums gefährden. Also: mehr Strom in die Stimme. Sprechen Sie lieber etwas lauter, mit mehr Modulation und punktierter. Denn Ihre Stimme macht die Stimmung.<i><BR /><BR />* Bernhard Ahammer ist Kommunikationstrainer für die Firma Comment-Kommunikationsentwicklung.</i>