Die Weichen für eine der bedeutendsten Fusionen im Südtiroler Genossenschaftswesen sind gestellt. Nachdem die Mitglieder des Milchhofs Brixen (Brimi) bereits vergangene Woche zugestimmt haben, entscheidet am Freitag nun die Bergmilch Südtirol (Mila) über die geplante Verschmelzung der beiden Genossenschaften. Für ein Ja ist eine Dreiviertelmehrheit notwendig.<BR /><BR />Wie bedeutend die Abstimmung eingeschätzt wird, zeigt das Großaufgebot bei der unmittelbar danach angesetzten Pressekonferenz. Neben den Spitzen von Mila und Brimi haben sich auch Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher und die Chefin des Sennereiverbands Südtirol, Annemarie Kaser, angekündigt.<h3> Der neue Name steht bereits</h3>Aufschlussreich ist bereits die Einladung selbst, die am Mittwoch in den Redaktionen eingelangt ist. Als Absender scheinen nicht Mila oder Brimi auf, sondern „Milchhof Südtirol“. Damit dürfte auch das Geheimnis um den künftigen Namen der gemeinsamen Struktur gelüftet sein.<BR /><BR />Die Direktoren von Mila und Brimi hatten bereits im Februar gegenüber den „Dolomiten“ erklärt, dass die bekannten Marken in einer Übergangsphase weiterbestehen sollen. Unter dem Dach von „Milchhof Südtirol“ würden beide zunächst eigenständig am Markt auftreten, ehe mittelfristig eine stärkere Zusammenführung erfolgen könnte.<BR /><BR />Mit der Fusion würde ein neues Schwergewicht entstehen: Bergmilch und Milchhof Brixen würden gemeinsam rund drei Viertel der Südtiroler Milch verarbeiten. Zudem würde die neue Struktur beim Umsatz in die Top 10 der größten Molkereien Italiens vorstoßen.