Hier die Details.<h3> Arbeitslosigkeit besonders bei Frauen gesunken</h3>Im vergangenen Jahr galten hierzulande 5239 Personen als arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 2 Prozent – dem tiefsten Wert der vergangenen 10 Jahre. <BR /><BR />Vor allem bei den Frauen ist die Arbeitslosenquote gegenüber 2022 gesunken – von 3 auf 2,3 Prozent. Bei den Männern blieb die Zahl unverändert bei 1,7 Prozent. <BR /><BR />Negativ fällt jedoch die Arbeitslosenquote bei ausländischen Staatsangehörigen auf, die gestiegen ist: Diese lag 2023 bei 7,4 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. <h3> Erwerbstätigkeit: Babyboomer gehen in Rente</h3>2023 zählte Südtirol 267.589 Beschäftigte, das sind rund 0,3 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Die größte Altersgruppe bei den Erwerbspersonen war jene der Über-50-Jährigen mit 38,5 Prozent. <BR /><BR />Die zunehmende Alterung der Bevölkerung schlägt sich zusehends auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Wie das Astat hervorhebt, sinkt der Anteil der Babyboomer (Jahrgänge 1946 bis 1964), da diese Generationen zunehmend in Rente gehen. Waren 2004 noch über 107.500 Babyboomer hierzulande auf dem Arbeitsmarkt, waren es 2023 gerade einmal 37.000. <BR /><BR />Doch kann diese Lücke am Arbeitsmarkt, die die Babyboomer hinterlassen, gefüllt werden? Die Zahlen des Astat zeigen: Noch können die nachfolgenden Generationen das Ausscheiden der Babyboomer auffangen. Ob dies aber auch in Zukunft noch so sein wird, sei abzuwarten. Die Zahlen sprechen eher dagegen, da die nachfolgenden geburtsarmen Generationen eher nicht ausreichen werden, meint das Astat.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1039416_image" /></div> <h3> Teilzeit nach wie vor ein weibliches Phänomen</h3>Was die Beschäftigung anbelangt, ist die Zahl der selbstständig Erwerbstätigen im vergangenen Jahr auf 51.870 gesunken, während die Zahl der unselbstständig Erwerbstätigen auf über 210.000 angestiegen ist.<BR /><BR />Nach wie vor arbeiten in Südtirol über 3 Viertel aller Erwerbstätigen in Vollzeit. Der Rest arbeitet in Teilzeit und der Großteil davon – 83,6 Prozent – sind Frauen. 2023 nahm die Zahl der teilzeitbeschäftigten Frauen deutlich zu (Plus 3102 Erwerbstätige im Vergleich zu 2022).<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1039419_image" /></div> <BR /><BR />Der Großteil der Teilzeitbeschäftigten gab an, aus „anderen familiären oder persönlichen Gründen“ diese Form der Arbeitszeit zu wählen, um beispielsweise mehr Zeit für sich oder die Familie zu haben (34,9 Prozent). 23,5 Prozent arbeiten in Teilzeit, um sich um ihre Kinder oder um pflegebedürftige Personen zu kümmern.<BR /><BR />15,7 Prozent erklärten, keine Vollzeitstelle gefunden zu haben (unfreiwillige Teilzeit).<h3> Großer Rückgang in der Landwirtschaft, Anstieg im Dienstleistungssektor</h3>Im Dienstleistungssektor sind auch weiterhin mit Abstand am meisten Leute tätig. 2023 waren es mehr als 192.000. Besonders im Gastgewerbe wuchs die Beschäftigtenzahl deutlich.<BR /><BR />Das Produzierende Gewerbe verzeichnete mit 57.820 Erwerbstätigen ähnliche Werte wie 2022. Negativ fällt die Landwirtschaft auf. Dort sank die Zahl der Beschäftigten um mehr als 3000 und lag bei 12.451. <h3> Smart Working</h3>Zuletzt noch ein Blick aufs Smart Working: Laut Astat arbeiteten im vergangenen Jahr etwa 9,1 Prozent der Erwerbstätigen von zu Hause aus. Das ist zwar ein Rückgang gegenüber 2020, als der Wert noch über 10 Prozent lag, aber immer noch höher als in der Vorpandemiezeit (7,1 Prozent).