Freitag, 06. April 2018

So steht es um die Digitalisierung in Südtirol

Das WIFO, Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, hat eine Studie über die Digitalisierung in Südtirol an der Bevölkerung und den Unternehmen durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass die Südtiroler insgesamt zufrieden mit den Auswirkungen der Digitalisierung sind. Dennoch ist das Vertrauen in die Digitalisierung geringer als im europäischen Durchschnitt.

Digitale Technologien haben einen zunehmenden Einfluss auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und den Alltag.
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Digitale Technologien haben einen zunehmenden Einfluss auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und den Alltag. - Foto: © shutterstock

Digitale Technologien haben einen zunehmenden Einfluss auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und den Alltag, beispielsweise in den Bereichen Verkehr, Ausbildung und Gesundheitsversorgung. Das Wifo hat rund 500 Südtiroler und 1500 Unternehmen in Südtirol zu ihrem Verhältnis zur Digitalisierung befragt.

Verschiedene Dienstleistungen des öffentlichen und privaten Sektors werden online erbracht und auch die zwischenmenschliche Kommunikation wird stark vom Internet und den sozialen Netzwerken beeinflusst. Die Herausforderung liegt in den veränderten Geschäftsmodellen und verlangt neue Kompetenzen auch von Seiten der Mitarbeiter.

Positive Haltung zur Digitalisierung

Aus der Umfrage geht hervor, dass die Südtiroler eine positive Haltung zur Digitalisierung einnehmen. Die Auswirkungen auf Wirtschaft und Lebensqualität werden von 62 Prozent beziehungsweise 52 Prozent der Befragten positiv bewertet.

Der Einfluss auf die Gesellschaft ist hingegen umstritten und das Vertrauen in die Technologien ist im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich.

83 Prozent der Befragten geben an, sich im Berufsleben mit digitalen Technologien gut zurecht zu finden, dies gilt insbesondere für die Berufsgruppen der Selbständigen und Angestellten. Trotzdem haben viele Arebiter wenig Vertrauen in ihre persönlichen digitalen Kompetenzen und fürchten, dass diese bei einem Arbeitsplatzwechsel nicht ausreichen würden.

So schätzen sich die Unternehmen ein

Nur ein kleiner Teil der Betriebe schätzt sich als digital hoch entwickelt ein, nämlich 4 Prozent. Mit 49 Prozent schätzt sich knapp die Hälfte als gar nicht bis wenig entwickelt ein. Mit steigender Größenklasse erhöht sich der Anteil der „entwickelten“ Unternehmen allerdings deutlich. Am stärksten ausgeprägt ist der Digitalisierungsgrad im Großhandel und in den Dienstleistungen.

Förderung und Beratung

„Unternehmen müssen in ihrem Digitalisierungsprozess durch gezielte Förderungen und Beratungen unterstützt werden. Die digitalen Kompetenzen der Bevölkerung sollen ebenfalls durch Weiterbildungsmaßnahmen weiter erhöht werden“, ist Handelskammerpräsident Michl Ebner überzeugt.

stol

 

 

stol