Mittwoch, 17. Juni 2015

So viel Geld verschenkt die Stadt beim Benko-Projekt

Die Stadt Bozen verzichtet gegenüber dem Innsbrucker Investor Renè Benko und seiner Kaufhaus Bozen GmbH auf rund 88,1 Millionen Euro. Das ergibt ein genauer Blick der "Dolomiten" in die Unterlagen.

Die Stadt Bozen verzichtet auf viel Geld im Zusammenhang mit dem Projekt Kaufhaus Bozen.
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Die Stadt Bozen verzichtet auf viel Geld im Zusammenhang mit dem Projekt Kaufhaus Bozen.

Für die Kubatur des Busbahnhofs (samt Oberflächenrecht am Bahnhofspark etc.), die rund 197.000 Kubikmeter ausmacht, zahlt Benko rund 98,4 Millionen Euro. Das sind 348 Euro pro Kubikmeter weniger, als der Investor für die Kubatur Privater bezahlen musste.

Benko spart sich damit 68,6 Millionen Euro.

Und die Stadt Bozen ist noch großzügiger: Benko muss nicht den ganzen, vergleichsweise billigen Kaufpreis von 98,4 Millionen Euro bezahlen, sondern davon werden 27 Millionen Euro an Erschließungskosten abgezogen.

Für neue Strom-, Wasser und Telefonleitungen, eine neue öffentliche Beleuchtung, Leitungen für Abwasser und Trinkwasser, Gas und Fernheizung sowie den Bau der Untertunnelung der Südtiroler Straße müsste Benko mindestens zur Hälfte aufkommen, denn die Erschließung ist keineswegs allein im öffentlichen Interesse. Die Stadt verzichtet somit auf weitere 13,5 Millionen Euro.

Und: Müsste Benko für die Detailhandelsfläche im Untergeschoss des Kaufhausprojektes die vorgesehene Abgabe von 200 Euro pro Kubikmeter bezahlen, kämen rund 6 Millionen Euro zusammen – auf welche die Stadt ebenfalls verzichtet, da die Abgabe durch die unterirdische Bauweise entfällt.

Insgesamt gehen der Stadt auf diese Weise 81,1 Millionen Euro durch die Lappen.

stol

stol