Camping bleibt für viele Urlauber eine der beliebtesten Reiseformen – flexibel, naturnah und meist günstiger als klassische Hotelaufenthalte. Doch wie viel kostet eine Nacht auf dem Campingplatz tatsächlich?<BR /><BR /> Eine aktuelle europaweite Auswertung des Campingportals camping.info liefert einen detaillierten Überblick über die Preise in 34 Ländern – und zeigt deutliche Unterschiede zwischen West-, Süd- und Südosteuropa.<BR /><BR />Für die Analyse wurden mehr als 20.000 Campingplätze in ganz Europa ausgewertet. Grundlage ist der Preis für eine Übernachtung in der Hauptsaison für zwei Personen, inklusive Stellplatz für Caravan oder Wohnmobil, Stromanschluss und Ortstaxe. Das Ergebnis: In mehreren beliebten Reiseländern müssen Campingurlauber inzwischen tief in die Tasche greifen.<h3> Italien gehört zur Spitzengruppe</h3>Mit durchschnittlich 41,21 Euro pro Nacht zählt Italien zu den teuersten Campingländern Europas. Nur Kroatien liegt mit 41,26 Euro geringfügig darüber. Ebenfalls hochpreisig sind die Schweiz (40,68 Euro) und Österreich (40,56 Euro). Damit bewegt sich das Campen in diesen Ländern preislich klar über der 40 Euro Marke – ein Wert, der noch vor wenigen Jahren kaum erreicht wurde.<BR /><BR />Ebenfalls im oberen Mittelfeld liegen Slowenien, Spanien und Dänemark. Deutschland rangiert mit durchschnittlich 30,27 Euro deutlich darunter, bleibt aber klar über dem europäischen Durchschnitt.<h3> Große Unterschiede innerhalb Europas</h3>Am anderen Ende der Preisskala finden sich vor allem Länder in Südost- und Osteuropa. Besonders günstig ist Camping in Albanien, wo eine Nacht im Schnitt nur 14,38 Euro kostet. Auch die Türkei (15,04 Euro), Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Polen bleiben teils deutlich unter der 20 Euro Marke. Selbst klassische Campingländer wie Tschechien oder Estland sind noch vergleichsweise preiswert.<BR /><BR />Insgesamt zeigt sich: Wer bereit ist, bei der Urlaubsplanung geografisch flexibel zu sein, kann beim Campen erheblich sparen – ohne zwingend auf Infrastruktur oder Qualität zu verzichten.<h3> Preise steigen weiter moderat</h3>Im Vergleich zum Vorjahr sind die Campingpreise europaweit um rund 3,5 Prozent gestiegen. Ein Trend, der laut camping.info vor allem auf gestiegene Energie , Personal- und Instandhaltungskosten zurückzuführen ist. Dennoch bleibt Camping auch 2026 eine der preisgünstigeren Urlaubsformen.<BR /><BR />„Im Vergleich zu Hotels ist Camping weiterhin attraktiv“, sagt Maximilian Möhrle, Geschäftsführer von camping.info. Für die kommende Saison rechnet er mit einer anhaltend hohen Nachfrage. Urlauber sollten daher frühzeitig buchen, um sich freie Plätze zu sichern und von möglichen Frühbucherrabatten zu profitieren.<h3> Früh buchen lohnt sich</h3>Gerade in beliebten Regionen rund um das Mittelmeer oder in den Alpen sind viele Campingplätze in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Digitale Vergleichs- und Buchungsplattformen helfen dabei, verfügbare Plätze zu finden und Preise gezielt zu vergleichen – ein entscheidender Vorteil in einem Markt, der zunehmend differenzierter wird.<BR /><BR />Eines zeigt der Ländervergleich deutlich: Campen ist längst kein Billigurlaub mehr – bleibt aber dort besonders attraktiv, wo Reisende abseits der klassischen Hotspots neue Destinationen entdecken.