Lesen Sie hier, wie die Inflation den Inhalt des Einkaufswagens der Menschen in Italien verändert hat.<BR /><BR />Gestiegene Energiepreise, hohe Lebenshaltungskosten – für viele Menschen in Italien heißt das derzeit Abstriche zu machen. Das hat auch Auswirkungen darauf, was beim Lebensmitteleinkauf in den Warenkorb kommt.<BR /><BR />Zusammenfassend zeigt sich ein erwartbares Szenario: Verbraucher entscheiden sich zunehmend für billigere Produkte und reduzieren die Einkaufsmengen. Dennoch gaben Familien in Italien in den ersten 9 Monaten diesen Jahres rund 4 Prozent mehr als im Jahr 2021 für ihren Einkauf aus, wie Daten der Beobachtungsstelle „Ismea-Nielsen“ zeigen. Dass dieser Wert nicht der Teuerung entspricht, die in den vergangenen zwischen 9 und 12 Prozent Hin und Her pendelt, zeigt, dass die Verbraucher aktuell den Gürtel enger schnallen.<BR /><BR />In ihrem Bericht hat „Ismea-Nielsen“ beobachtet, wie sich die Produktzusammensetzung des Einkaufswagens durch die Strategien der Verbraucher, der Inflation zu entgehen, verändert hat.<h3> Familien mit kleinen Kindern haben Einkäufe um 13 Prozent reduziert</h3>Besonders betroffen sind von der Teuerung Familien mit jungen Kindern oder Kleinkindern. Sie haben ihre Lebensmitteleinkäufe im Vergleich zum Jahr 2019 um 13 Prozent reduziert. Weniger krisenanfällig seien laut der Beobachtungsstelle hingegen Familien mit älteren oder bereits Erwachsenen Kindern, deren Einkaufverhalten sich kaum verändert habe.<h3> Mehr Einkäufe beim Discounter</h3>Supermärkte und Großmärkte stehen zwar mit 62 Prozent noch an der Spitze, wenn es darum geht, wo die Italiener ihre Einkäufe erledigen. Allerdings haben Discounter mit nunmehr 22 Prozent in den vergangenen Monaten 4 Prozent aufgeholt. Die größte Verluste musste der Onlinevertrieb (minus 6 Prozent) hinnehmen.<h3> Weniger Fisch und Wein</h3>Durch die gestiegenen Preise konnten die meisten Lebensmittelsegmente trotz rückläufiger Nachfrage ihre Umsätze steigern. Einzig für Fisch gilt die nicht. Dort konnte die gesunkene Nachfrage nicht durch gestiegene Preise aufgefangen werden. Ein Beispiel: Der Preis für Lachs ist um rund 25 Prozent gestiegen, die italienischen Verbraucher kauften allerdings 31 Prozent weniger von dem Fisch.<BR /><BR />Auch bei alkoholischen Getränken wird gespart: So ging der Verkauf von Wein in Italien um 7,3 Prozent zurück. Bei Bier betrug der Rückgang 2,7 Prozent und bei Aperitifs 8 Prozent. Im Segment der stillen Weine sind die DOC-Weine, die 35 Prozent des Angebots ausmachen, am stärksten rückläufig (minus 8,6 Prozent ), heißt es in dem Bericht. Bei Schaumweinen ist der Rückgang der Mengen Zeitraum geringer (2,3 Prozent).<h3> Plus bei Pasta und Eiern</h3>Laut der Warenkorbanalyse von „Ismea-Nielsen“ gehören Brot und Nudeln zu jenen Produkten, deren Preis in den vergagenen Monaten am meisten gestiegen sind. <BR /><BR />Beim Brot hat die Preissteigerung von 11,5 Prozent zu einer Schmälerung von 7,7 Prozent im verkauf geführt. Nudeln und andere Teigwaren hingegen landeten nahezu unverändert oft im Einkaufswagen, trotz des starken Preisanstiegs von 22 Prozent.<BR /><BR />Auch der Verkauf von Eiern scheint von der Teuerung zu profitieren: Trotz einer Preissteigerung von 6,6 Prozent nahm auch der Konsum um 3,3 Prozent in den vergangenen 9 Monaten zu. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im Milchsektor, wo der Preis pro Liter um satte 13 Prozent gestiegen ist, die Einkäufe aber nur um 1,1 Prozent abgenommen haben.<h3> Weniger Qualität beim Fleisch</h3>Die Preise für Fleisch sind in den vergangenen 9 Monaten um 7,7 Prozent angestiegen, die Einkaufsmengen erlebten nur einen geringen Rückgang von 1,6 Prozent. Laut dem Bericht legen Verbraucher allerdings häufiger billigere Teilstücke in ihren Einkaufswagen oder greifen zu Ware aus billigeren Produktionsgebieten.<h3> Kaum Veränderung bei Milch und Öl</h3>Die Ausgaben für Molkereiprodukte stiegen in den ersten 9 Monaten des Jahres um 4,1 Prozent. Die Spanne reichte von plus 0,8 P für weiche Produkte über plus 3,8 für harte Produkte bis hin zu plus 7,2 Prozent für industrielle Produkte. Im Vergleich zu anderen Produkten „ist es offensichtlich, dass es der Lieferkette irgendwie gelungen ist, den Anstieg der Produktionskosten einzudämmen“, so „Ismea-Nielsen“.<BR /><BR />Stabil hält sich auch der Verkauf von Öl, der trotz des starken Preisanstieges von 15,5 Prozent, lediglich um 3,9 Prozent zurück ging.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />