Mittwoch, 29. März 2017

Sorge um italienische Krisenbank Popolare di Vicenza wächst

In Italien wächst die Sorge um die italienische Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza, die Staatshilfe beantragt hat.

In Italien wächst die Sorge um die italienische Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza.
In Italien wächst die Sorge um die italienische Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza. - Foto: © shutterstock

Die Volksbank aus Vicenza meldete für 2016 Verluste von 1,9 Mrd. Euro. 2015 hatte der Verlust noch 1,4 Mrd. Euro betragen, teilte der Aufsichtsrat der Bank mit.

Die Volksbank soll mit dem norditalienischen Geldhaus Veneto Banca fusioniert werden. Beide Geldhäuser stehen inzwischen unter Kontrolle des privaten Bankenrettungsfonds Atlante.

Dieser will jedoch nicht mehr Geld in die Banken stecken. Die Gefahr eines Bail-in für beide Kreditinstitute werde konkreter, berichtete die italienische Tageszeitung „La Stampa“ am Mittwoch.

Schwierig ist auch die Lage der Veneto Banca, die 2016 Verluste von einer Milliarde Euro angehäuft hat. 2015 waren es noch 800 Mio. Euro gewesen.

Die Regierung in Rom hat kürzlich beschlossen, Monte Paschi mit einer Milliardenspritze zu retten. Weil die 1472 gegründete Bank nicht genügend Geld bei privaten Investoren aufbringen konnte, wird damit gerechnet, dass die Regierung rund 6,6 Mrd. Euro zuschießen muss und dafür 70 Prozent übernimmt.

Im Dezember hatte die italienische Regierung einen Bankenhilfsfonds im Gesamtvolumen von 20 Mrd. Euro aufgelegt. Der Fonds wurde eingerichtet, um Monte dei Paschi di Siena zu retten.

apa

stol