Zur Begründung hieß es, die Rezession in der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone könnte zu deutlichen Verlusten bei den Instituten führen. Italien wehrt sich trotz dramatisch hoher Zinsen gegen Spekulationen, als nächstes – und bislang größtes Land – Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm zu benötigen. Das ebenfalls um seine finanzielle Glaubwürdigkeit ringende Spanien verschärfte unterdessen sein Sparprogramm.Italien drohe eine tiefere und längere Rezession als zunächst angenommen, erläuterte S&P den Vorstoß. Das erhöhe die Anfälligkeit für Kreditrisiken. Viele Banken haben riesige Bestände an italienischen Staatsanleihen in den Büchern. Sie gelten mitten in der Schuldenkrise als großes Risiko.Die Bewertung für die UniCredit tastete S&P nicht an. Ihr Rating wurde ebenso bestätigt wie jenes von Intesa.Zu den Geldhäusern, deren Kreditwürdigkeit die Bonitätswächter senkten, zählte aber unter anderem Monte dei Paschi di Siena, die von BBB auf BBB-Minus herabgestuft wurde. Damit liegt die Bewertung gerade noch im sogenannten Investment-Grade und noch nicht im spekulativen Bereich. Das Haus gilt als schwächstes in der Riege der Top-Banken des südlichen Euro-Landes und musste bereits Staatshilfen beantragen. Das Rating der fünftgrößten Bank Unione di Banche Italiane wurde auf BBB von BBB-Plus herabgesetzt.apa/dpa/afp/reuters