Sonntag, 26. Juni 2016

Spanien statt Türkei: Tui hat keine Angst vor der Krise am Bosporus

Halbleere Hotels an der türkischen Riviera, dafür volle Häuser auf Mallorca: Was nach den Anschlägen in Istanbul für manchen Hotelier in der Türkei eine finanzielle Katastrophe bedeutet, bringt Tui-Chef Fritz Joussen nicht aus der Ruhe.

Symbolbild
Symbolbild - Foto: © APA/DPA

 „Die Kapazitäten in Spanien sind vollständig ausgelastet, jetzt zahlt sich unser integriertes Geschäftsmodell mit eigenen Hotels, Flugverbindungen und Vertriebskanälen voll aus“, sagte der Vorstandschef des weltgrößten Reisekonzerns im Gespräch mit den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. „Trotz der Herausforderungen wollen wir unseren operativen Gewinn in diesem Jahr um mindestens zehn Prozent steigern.“

Preise lagegen gegenüber Vorjahr um 8 Prozent höher

Tui ist mit eigenen Hotels auf dem spanischen Kontinent, den Kanaren und den Balearen stark vertreten. „Bei unseren Riu-Hotels war die Nachfrage im Winterhalbjahr so hoch, dass es keine Rabatte gab“, sagte Joussen. „Die erzielten Preise lagen dadurch gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent höher. Das wird sich im Sommer kaum ändern.“

Inwieweit die Türkei den bisherigen Buchungseinbruch in diesem Jahr noch wettmachen kann, vermag Joussen nicht vorauszusagen. Die Kunden wüssten, dass sie auch noch kurzfristig ein Zimmer bekämen. „Die Türkei wird sehr wahrscheinlich das Last-Minute-Ziel in diesem Sommer.“ Bei Tui lägen die Türkei-Buchungen weiterhin rund 40 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

dpa

stol