Mittwoch, 27. April 2016

Sparkasse: Haftungsklage nun möglich

Die Verwaltungsrat der Südtiroler Sparkasse beauftragt die Gesellschafter mit der Entscheidung über eine Haftungsklage.

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Kurz und knapp fiel die Aussendung der Südtiroler Sparkasse am frühen Mittwochnachmittag aus: „Die Südtiroler Sparkasse teilt mit, dass der Verwaltungsrat, auf der Grundlage der Analyse, die von den beauftragten Rechtsexperten durchgeführt wurde, beschlossen hat, der Gesellschafterversammlung die Abwägung einer eventuellen Haftungsklage gegen ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrates, des Aufsichtsrates und den ehemaligen Generaldirektor zu unterbreiten.“

Damit ist klar: Die Aktionäre der größten heimischen Bank werden auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung – voraussichtlich innerhalb des Monats Mai – beschließen, ob sie eine Haftungsklage gegen die ehemalige Bankenspitze, also gegen den Verwaltungs- und Aufsichtsrat, sowie den Direktor, verhängen wollen.

Bereits die italienische Bankenaufsichtsbehörde Consob hat über die ehemalige Sparkassen-Führung eine Verwaltungsstrafe von insgesamt 112.000 Euro verhängt. Noch ausständig ist hingegen der Bericht der Banca d’Italia. Auch von dieser könnte es noch eine Strafe geben. 

sor/D

stol