Dienstag, 14. Februar 2017

Sparkasse mit einem Millionen-Verlust

Das größte Südtiroler Finanzinstitut, die Sparkasse, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 erneut einen Verlust eingefahren.

Gerhard Brandstätter, Präsident der Sparkasse, muss einen Millionen-Verlust verdauen.
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Gerhard Brandstätter, Präsident der Sparkasse, muss einen Millionen-Verlust verdauen.

Wie die Bank am Dienstagnachmittag mitteilt, belief sich das Minus auf 19,8 Millionen Euro. Der Verlust der gesamten Sparkasse-Gruppe betrug hingegen 29 Millionen Euro.

Die Sparkasse hat 2016 den Anteil der notleidenden Forderungen um über 440 Millionen Euro abgebaut. Diese konnten von 1,4 Milliarden Euro auf 1,05 Milliarden Euro reduziert werden. Der entsprechende Risikoindex (NPL-Ratio) konnte von 23,8 Prozent im Jahr 2015 auf 17,6 Prozent Ende 2016 deutlich gesenkt werden.

Die mittel- bis langfristigen Neukredite an Unternehmen beliefen sich im Vorjahr auf 473 Millionen Euro und sind somit laut Sparkasse um 118 Prozent gegenüber 2015 (217 Millionen Euro) gestiegen. Zugenommen haben auch die Darlehen an Private. So wurden im Jahr 2016 insgesamt 295 Millionen Euro an neuen Darlehen ausbezahlt. Dies entspreche einem Wachstum von 7,5 Prozent gegenüber dem 2015 (276 Millionen Euro.

Das Geschäftsergebnis der Bank weist im Jahr 2016 einen Verlust von 19,8 Millionen Euro, das Geschäftsergebnis der Gruppe einen Verlust von 29 Millionen Euro aus. „Dieses ist, wie bereits erläutert, auf die Verbuchung von außerordentlichen Komponenten - bewirkt durch die Gesamtkosten der Abtretung notleidender Forderungen (30,5 Millionen) und des Beitrags an den Bankenrettungs- und Einlagensicherungsfonds (11,6 Millionen) – zurückzuführen“, heißt es von der Bank. 

stol

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