Donnerstag, 16. April 2015

Sparkasse tritt „ABI-Moratorium“ bei

Die Südtiroler Sparkasse beschließt als erste Bank in Südtirol, dem so genannten „ABI-Moratorium“ beizutreten, das den Zahlungsaufschub für die Kapitalquote bei Finanzierungen für Familien vorsieht.

Die Südtiroler Sparkasse beschließt als erste Bank in Südtirol, dem so genannten „ABI-Moratorium“ beizutreten.
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Die Südtiroler Sparkasse beschließt als erste Bank in Südtirol, dem so genannten „ABI-Moratorium“ beizutreten.

Dies komme besonders den in Schwierigkeiten geratenen Familien zugute, heißt es in einer Aussendung am Donnerstag.

Die Sparkasse nimmt als erste Bank in Südtirol die Anregung der lokalen Verbraucherschutzorganisationen auf und beschließt dem Abkommen beizutreten, das von der Italienischen Bankenvereinigung ABI sowie von den Verbraucherschutzorganisationen (Acu, Adiconsum, Adoc, Cittadinanzattiva, Confconsumatori, Lega Consumatori, Movimento Consumatori, Movimento difesa del cittadino und Unione nazionale consumatori) unterzeichnet worden ist.

Das Abkommen sieht den Zahlungsaufschub bis zu zwölf Monaten der Kapitalquote bei Privatkrediten mit einer Laufzeit von über 24 Monaten und bei Hypothekardarlehen für die Erstwohnung vor. Diese Maßnahmen sind Teil des Solidaritätsfonds für den Ankauf der Erstwohnung (so genannter „Fondo Gasparrini“).

Für den Aufschub ansuchen können die Verbraucher im Falle von Arbeitsplatzverlust, Tod, schwerem Unfall, Arbeitsaussetzung und/oder bei Inanspruchnahme von Sozialmaßnahmen, auch bei Zahlungsverzug bis zu 90 Tagen.

Familien in schwierigen Situationen sollen unterstützt werden

Der Aufschub sieht nicht die Zahlung von Kommissionen oder Verzugszinsen vor, sondern nur die Zahlung von vertraglich vorgesehenen Zinsen, die auf den Darlehensrestwert berechnet werden.

Mit dem Abkommen wollen die Unterzeichner die Unterstützungsmaßnahmen für die in Schwierigkeiten geratenen Familien bei Krediten mit mittel- und langfristigen Laufzeiten ausweiten.

Das Abkommen komme auch jenen zugute, die Arbeitsunterbrechungen oder Kurzarbeitszeit aufgrund der Wirtschaftskrise in Kauf nehmen mussten, heißt es in der Aussendung weiter.

Generaldirektor Nicola Calabrò erklärt: "Mit dem Beitritt zum Moratorium möchte unsere Bank gegenüber allen Familien, die sich in Schwierigkeiten befinden, ein konkretes Zeichen setzen. Generell sind wir der Überzeugung, dass die Rolle der Bank heute immer mehr jene sein muss, sich als Ansprechpartner für Lösungen anzubieten und den Bedürfnissen unserer Kunden stets zu entsprechen. Ich bin überzeugt, dass unsere Kunden diese Herangehensweise zu schätzen wissen und dass sich auch die Verbraucherzentralen positiv dazu äußern können".

stol