In den letzten Jahren seien die Produktionskosten auf vielen Betrieben deutlich gestiegen ? deutlicher als das Einkommen. Ein erfolgreiches Wirtschaften werde so zunehmend zu einer Herausforderung, erkl?rt der Maschinenring S?dtirol am Donnerstag in einer Aussendung. W?hrend Betriebe im Ausland die gestiegenen Kosten durch h?here Produktionsmengen auszugleichen versuchten, sei dies in S?dtirol, auch aufgrund der geographischen Voraussetzungen und der kleinen Betriebsgr??en, nur bedingt m?glich.Kosten genau unter die Lupe nehmenEine genauere Analyse der Kostenseite werde daher f?r alle Betriebe immer wichtiger. Genau hier wolle die Kampagne ?Spar?s dir!? ansetzen und M?glichkeiten aufzeigen, wie Geld gespart werden kann.Kernst?cke der Kampagne sind zw?lf Fachvortr?ge, Podiumsdiskussionen, Informationen in den Agrarmedien und eine Webseite mit einem eigens entwickelten ?Maschinen-Kosten-Rechner?.Hilfestellung kam dabei von der Universit?t f?r Bodenkultur in Wien.?Unser Ziel ist es, den B?uerinnen und Bauern zu zeigen, wo die Kosten lauern? und wo sie sparen k?nnen?, erkl?rte der Obmann des Maschinenringes S?dtirol Anton Mairhofer am Donnerstag auf der Vorstellung der Kampagne in Oberplanitzing. Denn, wer Kosten und Erl?se im Griff hat, sichert seinen Bauernhof als wirtschaftliche Grundlage f?r seine Familie.Mehr Miteinander als NebeneinanderEine M?glichkeit, Kosten zu sparen, biete der Maschinenring.?Die Kernaufgabe des Maschinenrings ist die organisierte Zusammenarbeit. Das bedeutet konkret, dass ein Bauer seine Maschinen und seine Arbeitskraft nicht nur am eigenen Betrieb, sondern auch beim Nachbarn einsetzt. Dieser Nachbar besitzt im Idealfall eine andere Maschine, mit der er seinerseits Aufgaben auf dem Nachbarhof erledigen kann. Viele Maschinenring-Mitglieder sind so zugleich Auftraggeber und -nehmer und verbessern damit die Kosten- und Erl?sseite?, erkl?rte Mairhofer.Die gro?e Bedeutung der Maschinenringe gerade f?r kleine Betriebe unterstrich der Jungbauer Georg S?lva aus Oberplanitzing. Er erledige ?ber den Maschinenring verschiedene Arbeiten. Zudem beziehe er vom Maschinenring seinen Treibstoff f?r die landwirtschaftlichen Maschinen und nutze die Versicherungsangebote.?Maschinen als KostenfalleDie gr??ten Einsparungen sind bei den Maschinen m?glich, war Mairhofer ?berzeugt. ?Die? Kosten f?r den Ankauf und die Wartung von Maschinen und Ger?ten, die nur gering ausgelastet sind, sind oft enorm. Dennoch kennen nur wenige Bauern die eigenen Maschinenkosten. Wer Synergien sucht, die eine oder andere Maschine nicht anschafft und stattdessen Arbeiten von anderen erledigen l?sst, spart eine Menge Geld?, sagte Mairhofer.Wer zus?tzlich noch die eigenen Maschinen auch f?r Eins?tze auf anderen Betrieben nutzt, k?nne nur gewinnen. In vielen F?llen sei der Nutzen, den die Zusammenarbeit f?r die Betriebe bringe, gr??er als die Hilfestellung durch die ?ffentliche Hand.Auch was den Ankauf von Maschinen anbelangt, sei es sinnvoll, diese ?berbetrieblich einzusetzen, erkl?rte Martin Stuppner vom Amt f?r Landmaschinen.Unterst?tzt wird die Kampagne ?Spar?s Dir!? vom S?dtiroler Bauernbund, der auch in der Projektgruppe sitzt. ?In den letzten Jahren haben Hunderte B?uerinnen und Bauern die Bewirtschaftungen ihrer H?fe aufgegeben. H?ufig waren es kleine Betriebe, denen die Kosten zu viel wurden. Gerade solchen Betrieben wollen wir mit dieser Kampagne helfen, die Kosten in den Griff zu bekommen?, sagte Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler.Um die b?uerlichen Betriebe f?r die Zukunft zu r?sten, m?ssten Betriebe wieder mehr miteinander arbeiten ?Die Optimierung von Einnahmen und Ausgaben ist heute die zentrale Managementaufgabe am Hof.?Nur so sei garantiert, dass das Land weiterhin fl?chendeckend bewirtschaftet werde. Dem schlossen sich auch Roland Platter vom Maschinenring Tirol und Christian Prossliner, Gesch?ftsf?hrer des Maschinenringes Vorarlberg an.?