„Es handelt sich dabei um ein Signal in die richtige Richtung, mit dem auf eines der dringendsten Probleme unserer Unternehmen reagiert wird: die Knappheit an Liquidität”, erklärt der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol Stefan Pan.Vorrangig sei nun, dass alle betroffenen öffentlichen Verwaltungen – der Staat, aber auch die Provinzen, die Gemeinden und die Sanitätsbetriebe – die neuen Maßnahmen sofort umsetzten.„Die Unternehmen haben Anrecht darauf, pünktlich für die erbrachten Leistungen bezahlt zu werden“, so Pan weiter.Er weist darauf hin, dass die Bezahlung der Schulden positive Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werde.Die sofortige Auszahlung der im Dekret vorgesehenen 40 Milliarden Euro an Schulden könnte laut Schätzung des Studienzentrums Confindustria zu 10 Milliarden an Neuinvestitionen und zur Schaffung von 250.000 Arbeitsplätzen in fünf Jahren führen.„Oftmals ausufernde Bürokratie Schuld“„Im Vergleich zu anderen italienischen Regionen stehen wir in Südtirol sicher besser da“, ergänzt der Präsident des Unternehmerverbandes, „dennoch besteht auch hier Verbesserungspotential. Verspätete Zahlungen sind oftmals durch die ausufernde Bürokratie bedingt. Mit der neuen Regelung hoffen wir zudem, dass wir keinen generellen Zahlungsstopp mehr erleben müssen, so wie dies in den vergangenen Jahren – u.a. auch 2012 – der Fall war.“Der Wunsch des Unternehmerverbandes Südtirol sei es, dass mit der Begleichung der ausstehenden Zahlungen an die Unternehmen auch eine schlankere Gesetzgebung einhergehe, die es den Betrieben erlaube, so rasch als möglich die ihnen zustehenden Geldmittel zu erhalten.Zudem solle diese die Anhäufung weiterer Schulden der öffentlichen Verwaltung gegenüber ihrer Lieferanten in Zukunft verhindern, meint der Unternehmerverband.