Dienstag, 03. März 2015

Steigt Volksbank bei Sparkasse ein?

Entscheidende Woche für die Südtiroler Sparkasse: Mit Freitag will die Banca d'Italia nach monatelanger Kontrolle voraussichtlich ihre Arbeit abschließen. Dann wird man Klarheit über das Ausmaß der Kapitalerhöhung erlangen, die die größte heimische Bank aus ihrer misslichen Lage befreien soll.

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Foto: © D

Die Vorgeschichte ist hinlänglich bekannt: Die Südtiroler Sparkasse ist teils durch eine zeitlich unglückliche Expansion in Norditalien, als auch durch die aufkommende Finanzkrise in eine arge Schuldensituation geraten. Waren es im ersten Halbjahr 2014 noch knapp 60 Millionen Euro Verlust, die die größte heimische Bank hinnehmen musste, geht man im Gesamtjahr von  mindestens 200 Millionen Euro aus. Dementsprechend hoch soll auch die notwendige Kapitalerhöhung sein.

Pappenstiel ist das keiner. Die Stiftung Sparkasse, der Mehrheitsaktionär, zeigt sich aber trotzdem gewillt, weiterhin ihre Anteile von 66,02 Prozent halten zu wollen. Im schlimmsten Fall würde man zwar die prozentuelle Beteiligung etwas nach unten korrigieren, die Mehrheit werde man aber in jedem Fall behalten, wie Stiftungspräsident Karl „Schaly“ Pichler in den vergangenen Wochen betonte.

So weit so gut. Nur: Woher kommt das restliche, für die Kapitalerhöhung notwendige Geld? Inzwischen sickerte durch, dass die Volksbank sogar eine Fusion mit der Sparkasse anstrebt. Die Volksbank selbst wollte dazu am Montag nicht Stellung nehmen.

sor/gam

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Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

stol