<BR /> Laut einem in der Abgeordnetenkammer in Rom eingebrachten Vorschlag soll die Mehrwertsteuer beim Bau von Unterkünften abgeschafft werden, die als Wohnungen für die Beschäftigten von Tourismusunternehmen dienen. „Am wichtigsten ist aber, dass geklärt wird, dass es sich bei Mitarbeiterunterkünften um Betriebsinvestitionen handelt und sie auch als solche erfasst werden“, erklärt der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger. <BR />Er hat ebenso wie der Präsident der Trentiner Hoteliervereinigung ASAT, Gianni Battaiola, und Alessandro Giorgetti, Chef des Federalberghi-Verbands in der Adria-Region Emilia Romagna, an dem Gesetzentwurf mitgewirkt.<BR /><BR /><embed id="dtext86-60418156_quote" /><BR /><BR />Das heißt, der Wunsch der Hoteliers wäre, die Mitarbeiterunterkünfte steuerlich abschreiben zu können. Zur Erklärung verweist Pinzger auf die Nachbarländer: „In Österreich, Deutschland und der Schweiz sind Mitarbeiterhäuser erstens urbanistisch kein Problem, zweitens können sie als Betriebsinvestition von der Steuer abgeschrieben werden und drittens werden sie stark von Land und Bund bezuschusst – und da sollen wir im Wettbewerb mithalten.“ <BR /><BR />Hoteliers und öffentliche Einrichtungen müssen nach dem Arbeitsrecht und den vom Innenministerium in der letzten Legislaturperiode festgelegten Bedingungen für die Gewährung von Quoten für die Einstellung von Personal aus Nicht-EU-Ländern Unterkünfte für das von ihnen beschäftigte Personal zur Verfügung stellen. Die finanzielle Belastung im Zusammenhang mit dieser Verpflichtung ist aber hoch.<BR /><BR /><embed id="dtext86-60418440_quote" /><BR /><BR /> „Der Tourismussektor, der wegen der Pandemie lange Zeit in Schwierigkeiten war, muss auch durch Steuererleichterungen wiederbelebt werden. Mit unserem Vorschlag wollen wir den Zugang zur Beschäftigung im Tourismussektor erleichtern und gleichzeitig neue unternehmerische Initiativen fördern. Es ist notwendig, einem wichtigen Pfeiler für die Wirtschaft sowohl unserer Region Trentino-Südtirol als auch der gesamten Nation mehr und mehr Sauerstoff zuzuführen“, erklärte Alessia Ambrosi, Trentiner Abgeordnete der Fratelli d'Italia, Initiatorin des Gesetzentwurfs, der vom Parlament verabschiedet werden muss.<BR /><BR />Und wie schätzt HGV-Chef Pinzger die Erfolgschancen ein? <BR />„In Italien wird zwar viel andiskutiert und Vieles bleibt auch auf der Strecke, aber ich habe Hoffnung, dass man erkennt, dass hier Handlungsbedarf besteht.“ <BR />Doch mit der Steuerbegünstigung ist es aus seiner Sicht nicht getan: „Es müssen auch klare urbanistische Regeln für Mitarbeiterhäuser geschaffen werden, denn die gibt es heute noch gar nicht.“ Zudem müsse man – auch auf Landesebene – über Zuschüsse für den Bau nachdenken. <BR /><BR />