Montag, 01. März 2021

Wer wirbt, wird vom Staat belohnt

Wer in den aktuellen Krisenzeiten in Werbung investiert, um sein Geschäft wieder anzukurbeln, erhält im Gegenzug ein „Steuerzuckerle“ in Höhe von 50 Prozent vom Staat. Der Fördertopf wurde mit insgesamt 50 Millionen Euro ausgestattet.

Wer in Werbung investiert, kann sich auf einen satten Steuerbonus freuen.
Badge Local
Wer in Werbung investiert, kann sich auf einen satten Steuerbonus freuen. - Foto: © dol
Anspruch auf den attraktiven Steuerbonus vom Staat haben alle Unternehmen und Freiberufler, unabhängig von der rechtlichen Natur und Größe und vom angewandten Buchhaltungssystem, sowie alle nicht gewerblichen Körperschaften.

Im Zuge des „Decreto rilancio“ setzte man im vergangenen Jahr erstmals die Höhe des Anreizes neu fest. Waren bis dahin 30 Prozent Gutschrift vorgesehen, sind es seit dem Neustart-Dekret 50 Prozent.

Die gute Nachricht: Diese in Covid-Zeiten eingeführten, besonderen Bestimmungen, die für den Werbebonus im Jahr 2020 galten, wurden durch das Haushaltsgesetz 2021 auch für die Jahre 2021 und 2022 verlängert. Das heißt: Weiterhin winkt ein „Steuerzuckerle“ in Höhe von 50 Prozent.

Die Gutschrift können alljene nutzen, die in Werbeinserate in Tageszeitungen und Zeitschriften (auch in digitalem Format) investieren. Im Gegensatz zu den im Jahr 2020 geltenden Regeln wird jedoch der Bonus nicht mehr für Werbeinvestitionen bei Fernseh- und Radiosendern anerkannt.

Bonus aufs Ganze, nicht den Zuwachs

Die Begünstigung gilt nur für die reinen Werbekosten, also nur für die tatsächlichen Werbeflächen und Werbeschaltungen, ohne die Produktions- und Vermittlungsgebühren. Der Bonus wird auf den vollständigen Betrag berechnet, nicht auf die Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahr. Wenn ein Unternehmen also beispielsweise 5000 Euro für Werbung ausgibt, erhält es eine Steuergutschrift von 2500 Euro.

Die Ausgaben müssen kompetenzmäßig in das Jahr 2021 bzw. 2022 fallen und bezahlt sein. Es steht ein Förderbetrag von 50 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, ab dem die einzelnen Förderbeiträge prozentuell reduziert werden.

stol

Schlagwörter: