Samstag, 07. November 2015

Streik im Großhandel: "Ein starkes Signal"

Ein Stillstand in Sachen Verhandlungen, seit 2007 eingefrorene Gehälter und weitere Einschränkungen hatten die Angestellten der Großhandelsketten am Samstag zum Streik bewogen. Ein erstes Fazit.

Einige Streikende und Gewerkschafter kamen in Bozen zu einer Kundgebung zusammen. - Foto. Surian
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Einige Streikende und Gewerkschafter kamen in Bozen zu einer Kundgebung zusammen. - Foto. Surian

"Es ist ein starkes Signal", sagt Gewerkschafter Maurizio Surian vom AGB-CGIL. Er präsentierte am Samstagnachmittag auch beeindruckende Zahlen. Demnach haben sich am Streik im der Region Trentino-Südtirol 40 Prozent der Angestellten der Metro und gar 50 Prozent jener von Aspiag an der Arbeitsniederlegung beteiligt. 

Mit einem Bus waren gar Streikende aus dem Trentino zur Kundgebung nach Bozen gebracht worden. 

Der Sektor im Hintergrund wird so wahrgenommen

"In den Märken Despar, Eurospar und Interspar, die in Südtirol einen erheblichen Teil in der Großverteilung ausmachen, haben sich 35 bis 40 Prozent der Angestellten am Streik beteiligt", sagt Surian. Das sei ein gutes und starkes Signal. 

Bei der Kette Coop in Trient habe die Direktion aufgrund der Arbeitsniederlegung gar auf Leihkräfte zurückgreifen müssen, um den Betreib am Samstag aufrecht zu erhalten. Erst so würde der Sektor, der immer wieder an den Rand gedrängt würde und im Hintergrund agiere einmal wahrgenommen. 

Zu den Forderungen der Streikenden hatte sich Surian im STOL-Interview am Samstagmorgen bereits geäußert. Sollte sich an den Begebenheiten nichts ändern, ist für 19. Dezember der nächste Streik angekündigt. 

stol/ker

stol