Donnerstag, 22. Juni 2017

Streit um das Großkaufhaus in Bozen Süd um ein Urteil reicher

Das geplante Großkaufhaus der Aspiag in Bozen Süd sorgt wieder für Schlagzeilen. Diesmal durch ein negatives Urteil des Staatsrates. Aus den Reihen des Lebensmittelkonzerns geht jedoch nur die Rede von einem "Zwischentief".

Der Lebensmittelkonzern Aspiag betreibt sämtliche Spar-, Eurospar- und Interspar-Geschäfte im Land.
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Der Lebensmittelkonzern Aspiag betreibt sämtliche Spar-, Eurospar- und Interspar-Geschäfte im Land. - Foto: © D

Seit über 5 Jahren plant der Lebensmittelgroßkonzern Aspiag, der sämtliche Spar-, Eurospar- und Interspar-Geschäfte im Land betreibt, ein Einkaufszentrum in Bozen Süd zu errichten. Und ca. genauso lange beschäftigt der Fall schon die Gerichte. 

Denn 2012 hatte die Apsiag bei der Gemeinde um die eine erweiterte Detailhandelslizenz angesucht - und sie über den Umweg des Bozner Verwaltungsgerichtes erhalten. Dagegen wiederum zogen die Podini Holding AG, die Twentyone Gmbh, das Land und der Handels- und Dienstleistungsverband vor Gericht. 

In der Zwischenzeit mussten auch die Arbeiten am Gelände in der Buozzistraße ausgesetzt werden, denn die Landesregierung hatte die Baukonzession für nicht rechtens erklärt und annulliert. Seit Ende 2016 ruhen die Arbeiten am Großkaufhaus. Nicht aber der Rechtsstreit.
Selbst die Gemeinde Bozen hat sich Anfang des Jahres 2017 in den Fall wieder eingeschaltet - und ihrerseits gegen die Annullierung der Baukonzession für den Lebensmittelkonzern Klage erhoben (STOL hat berichtet). 

Nun erfolgte ein negatives Urteil des Staatsrates zur erteilten Lizenzerweiterung. Ein Etappensieg für die Apsiaggegner. Beim Lebensmittelkonzern selbst sieht man das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Es handelt sich um ein laufendes Verfahren", so Aspiag-Direktor Robert Hillebrand auf Nachfrage. Daher wolle sich das Unternehmen derzeit auch nicht äußern. 

Fest steht nur: Der Fall wird auch weiter die Gerichte beschäftigen. 

stol

stol