"Derzeit besitzen 102 der 116 Südtiroler Gemeinden sechs Prozent der SEL Holding und sind dadurch auch Teilhaber der 25 Tochtergesellschaften", erklärte Landeshauptmann Durnwalder bei der heutigen Montagspressekonferenz. "Wir sind bereit, insgesamt 20 Prozent der Aktien an die Gemeinden abzutreten. Dabei möchten wir die 49 Standort-Gemeinden bevorzugen: Sie sollen zwölf Prozent der Aktien halten, während die übrigen Gemeinden ihren Anteil auf acht Prozent ausbauen könnten".In diesem Zusammenhang stelle sich die Frage, ob die Anteile verkauft werden sollten, oder der einfließende Betrag der Kapitalaufstockung dienen solle. Die Landesregierung sprach sich heute für den Verkauf aus. Auch beim Verkaufspreis wolle das Land den Gemeinden entgegen kommen, betonte Durnwalder: "Wir werden nicht den Aktienwert zugrunde legen, sondern das Gesellschaftkapital von 314 Millionen Euro, wobei der Wert sich verdreifacht hat." Die Gemeinden könnten die nötigen Geldmittel zur Hälfte bezahlen und zur anderen Hälfte durch den Verzicht auf die Dividenden ausgleichen. Bedenkzeit haben die Gemeinden bis Ende Oktober 2010: "Bis dahin müssen sie eine Entscheidung getroffen haben", so Durnwalder abschließend. stol/lpa