Donnerstag, 20. Juni 2019

Strom und Gas: Sparen durch Vergleich

Die Verbraucherzentrale Südtirol hat in diesen Tagen die Tarife für Strom und Gas unter die Lupe genommen. Der Vergleich zeigt, dass man bei guter Wahl doch einiges sparen kann - die Wahl bei über 500 Anbietern und einem Vielfachen an Tarifen ist jedoch bei Weitem keine leichte.

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Foto: © shutterstock

Wie die Verbraucherzentrale in einer Aussendung erklärt, gab eine typische Südtiroler Familie (Stromleistung 3 kW, ansässig, Verbrauch 2700 kWh, Gasverbrauch 1400 sm³) für Energie auf dem geschützten Markt im vergangenen Jahr über 1700 Euro aus. 

Je nach gewähltem Anbieter seien aber Einsparungen von bis zu 10 Prozent möglich, also von bis zu rund 200 Euro pro Jahr. Wer schlecht wählt, kann aber auch bis zu 20 Prozent mehr zahlen, also etwa 325 Euro mehr.

Es fehlt knapp ein Jahr bis zur geplanten Abschaffung des geschützten Tarifs am 1. Juli 2020, der von der Regulierungsbehörde im Energiebereich ARERA festgelegt wird (für Haushalte und Kleinunternehmen im Stromsektor, nur für die Haushalte im Gasbereich). Ab diesem Datum wird die Behörde nicht mehr im Dreimonatsrhythmus neue Tarife festlegen.

Bereits heute haben die Kunden die Möglichkeit, einen Anbieter am „freien Markt“ zu wählen. Dabei sind die Wahl des Anbieters sowie des Tarifs vollkommen frei – also sollte man darauf achten, ein für die eigenen Bedürfnisse passendes Angebot auszusuchen. 

„In absehbarer Zeit sollte auch der in Startlöchern stehende Strombonus für alle Südtiroler Erstwohnsitze konkrete Anwendung finden. Bis dahin können sich die Familien schon nach dem besten Anbieter für ihre persönliche Situation umsehen, denn der Bonus wird unabhängig vom gewählten Anbieter ausbezahlt werden“, rät VZS-Geschäftsführer Walther Andreaus. 

Außerdem hat die VZS einen Leitfaden geschickt, in dem die wichtigsten Schritte zum Anbieterwechsel am freien Markt zusammengefasst sind. 

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stol

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