Mittwoch, 17. Juni 2015

Stromspar-Check: „Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“

Kleine Einsparungen im Haushalt können am Ende des Monats auf der Stromrechnung Wunder wirken. Gleichzeitig können Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung zu Stromsparprofis ausgebildet werden. „Damit kann nicht nur Strom und Geld gespart werden, sondern Arbeitslose wieder integriert werden“, betont lvh-Vizepräsident Martin Haller.

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Foto: © shutterstock

Wie groß ist das Sparpotenzial in den eigenen vier Wänden? Immer schmäler werdende Haushaltbudgets, aber auch Klimawandel, Umweltverschmutzung und Rohstoffknappheit machen einen neuen und sensiblen Umgang mit Energien und Ressourcen unumgänglich.

„Vor allem einkommensschwache Haushalte können das Sparpotenzial in ihren eigenen vier Wänden allzu oft nicht aufdecken und nutzen“, berichtet Martin Haller, Vizepräsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister.

Deshalb unterstützt der lvh das Projekt „Stromspar-Check“ des Vereins Kontakte für Europa e. V., das mit Geldern aus dem Programm Erasmus+ gefördert wird. Nach einem zweitätigen Workshop wurde die Initiative nun auch am Hauptsitz des lvh vorgestellt.

Menschen mit Behinderung und Langzeitarbeitslose werden zu Experten

Dabei werden Teilnehmer aus Deutschland, Italien, Spanien, Ungarn und Rumänien zu Stromsparexperten ausgebildet. „Im Rahmen der Ausbildung bekommen sie das nötige Know-how, um den Strom- und Wasserverbrauch in den Haushalten zu reduzieren“, erklärt die Energieberaterin Doris Wildgrube aus Deutschland, eine der Projektpartner beim Stromspar-Check.

Zu Sparprofis sollen vor allem Langzeitarbeitslose, insbesondere Jugendliche, und Menschen mit Behinderung ausgebildet werden.

„Mit einer solchen Initiative kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, betont Isabelle Jahn, erste Vorsitzende des Vereins Kontakte für Europa e.V. und Verantwortliche für das Projekt. „Damit helfen wir nicht nur den Haushalten beim Sparen und leisten einen positiven Beitrag für die Umwelt, sondern bekämpfen außerdem die Arbeitslosigkeit.“

stol