Samstag, 03. Dezember 2016

Studie: Zukunft der Lebensmittelversorgung ungewiss

Die Zukunft der weltweiten Lebensmittelversorgung ist nach einer neuen Studie sehr ungewiss. Die Unternehmensberatung PwC hält für das Jahr 2050 sowohl ein ausreichendes Nahrungsmittelangebot als auch Knappheit und steigende Preise für denkbar – abhängig vor allem davon, wie Regierungen und Lebensmittelindustrie auf die Herausforderungen der wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung reagieren.

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Die europäischen Regierungen müssten sich mehr anstrengen, um für den technologischen Wandel in der Landwirtschaft günstige Voraussetzungen zu schaffen, heißt es in dem Papier – ein heißes Eisen, da „technologische Innovation“ in der Landwirtschaft den in Europa umstrittenen Einsatz genveränderten Saatguts beinhaltet.

„Smarte“ Zuchtmethoden, Genom-Editierung und genetische Veränderung könnten in der Lage sein, „dürre- und hitzebeständiges Anbaugut zu produzieren und die Folgen der globalen Erwärmung abzumildern“, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Am anderen Ende der Skala steht eine pessimistische Einschätzung: Auch die Technologisierung der Landwirtschaft könnte demnach nicht verhindern, dass die globale Lebensmittelproduktion wegen der globalen Erwärmung sinkt. „Lebensmittel sind teuer und manchmal von schlechter Qualität“, nehmen die PwC-Agrarfachleute für diesen Fall an. Weltweite Knappheit würde zu Protektionismus führen.

dpa

stol