Sonntag, 22. November 2015

Südostasiatische Staaten gründen Wirtschaftsgemeinschaft

Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) hat ein Abkommen zur Gründung einer Wirtschaftsgemeinschaft geschlossen.

Symbolbild.
Symbolbild.

Bei ihrem Gipfeltreffen in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur beschlossen die Regierungschef der zehn Mitgliedstaaten am Sonntag die Einführung der ASEAN Economic Community (AEC) zum Jahresende. Dieser Schritt sei ein „Meilenstein im Integrationsprozess“, erklärte sie.

Eher ein "symbolischer Schritt"

Diplomaten räumten aber ein, dass die Erklärung der Gipfelteilnehmer kaum konkrete Folgen nach sich ziehe und eher ein symbolischer Schritt sei auf dem Weg zu einem Binnenmarkt mit freiem Waren- und Kapitalverkehr sowie Arbeitnehmerfreizügigkeit, der eigentlich Ende 2015 erreicht werden sollte.

Beim Abbau der Zölle erzielten die ASEAN-Staaten zwar schon Fortschritte, andere Handelshemmnisse blieben aber bestehen. Es müsse jetzt alles dafür getan werden, um „wirklich einen Binnenmarkt zu schaffen“, sagte der malaysische Regierungschef Najib Razak.

10 Staaten mit mehr als 600 Millionen Einwohnern

In der Staatengemeinschaft sind Myanmar, Brunei, Indonesien, Laos, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Thailand, Vietnam und die Philippinen organisiert. In den zehn Ländern leben mehr als 600 Millionen Menschen.

apa/afp

stol