Dies geht aus einer Studie Mitteilung des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) hervor, die nun veröffentlicht wurde.Zur Kategorie der Klein- und Mittelbetriebe werden jene Unternehmen gezählt, welche bis zu 99 Beschäftigte haben und in den Sektoren Produzierendes Gewerbe oder Dienstleistungen tätig sind. Dementsprechend wichtig sind diese Unternehmen für die Beschäftigung in Südtirol in der Privatwirtschaft, denn es arbeiten hier 72,6 Prozent aller Beschäftigten.In den 41.563 Klein- und Mittelbetrieben sind insgesamt 135.044 Personen beschäftigt. Davon sind 77.590 in einem unselbstständigen Arbeitsverhältnis. Das ergibt eine durchschnittliche Beschäftigtenanzahl von 3,2 Personen je Betrieb.Großteil der Betriebe mit weniger als vier Beschäftigten82,7 Prozent der Südtiroler Klein- und Mittelbetriebe (34.390 Betriebe) beschäftigen bis zu vier Personen. Sie erzielen mit 6,3 Milliarden Euro 31,9 Prozent des gesamten Umsatzes aller Betriebe.15,5 Betriebe sind in der Klasse mit 5 bis 19 Beschäftigten anzutreffen (41,4 Prozent des Umsatzes) und in der Klasse mit 20 bis 99 Beschäftigten noch 1,8 Prozent (26,7 Prozent des Umsatzes).Setzt man diese Daten in Beziehung zu den Beschäftigten, so zeigt sich, dass alle Kennzahlen stetig nach Betriebsgrößenklasse ansteigen.Der durchschnittliche Umsatz pro Beschäftigten (146.893 Euro) ist im Vergleich zum Vorjahr (124.839 Euro) stark angewachsen. Die Wertschöpfung ist nur gering angestiegen, am stärksten jedoch in der kleinsten Betriebsgrößenklasse (von 27.869 Euro im Jahr 2009 auf 37.030 Euro im Jahr 2010).57,5 Prozent aller Beschäftigten sind unselbstständig beschäftigtVon den 135.044 Beschäftigten sind insgesamt 57.454 Unternehmer und mitarbeitende Familienmitglieder (42,5 Prozent) und 77.590 unselbstständig Beschäftigte (57,5 Prozent). Die 28.661 tätigen Frauen machen 36,9 Prozent der unselbstständig Beschäftigten aus.Typisch für Kleinbetriebe: In den Betrieben mit bis zu vier Beschäftigten sind von 54.221 Beschäftigten 78,6 Prozent Unternehmer und mitarbeitende Familienmitglieder.Im Durchschnitt wurden 1631 Stunden im Jahr pro Beschäftigten geleistet. In den Wirtschaftsabschnitten Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden und Verkehr und Lagerung fielen am meisten Stunden auf einen Beschäftigten.Wertschöpfung: 31,5 Prozent des Südtiroler BIPDie Betriebe haben im Jahr 2010 einen Umsatz von 19,8 Milliarden Euro erwirtschaftet, wovon eine Wertschöpfung von 5,8 Milliarden Euro verbleibt. Die Wertschöpfung der Klein- und Mittelbetriebe liegt bei 31,5 Prozent des Südtiroler BIP. Im Jahr 2010 wurden 1,1 Milliarden Euro an Investitionen getätigt, im Durchschnitt je Betrieb etwa 25.900 Euro.Die meisten Betriebe in Gastgewerbe/Beherbergung und GastronomieIm Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie gibt es am meisten Betriebe: Von den 41.563 Betrieben werden 21,5 Prozent dem Produzierenden Gewerbe zugerechnet und 78,5 Prozent den Dienstleistungen.Im Produzierenden Gewerbe ist die größte Anzahl der Betriebe im Baugewerbe (13,7 Prozent) angesiedelt. In den Dienstleistungen findet sich die größte Anzahl an Betrieben hingegen in den Wirtschaftsabschnitten Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie (20,8 Prozent) und Handel; Reparatur von Kraftwagen und Krafträdern (20,0 Prozent), gefolgt von Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (13,5 Prozent).Im Produzierenden Gewerbe wurde im Jahr 2010 ein Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro (Wertschöpfung: 1,7 Milliarden Euro) und in den Dienstleistungen ein Umsatz von 13,4 Milliarden Euro (Wertschöpfung: 4,1 Milliarden Euro) erzielt.