Eine Astat-Studie hat diese Ende Dezember 2010 genauer unter die Lupe genommen und nun aufgeschlüsselt. Leichter Anstieg der Zinsen für Konsumkredite Die Zinsen für Konsumkredite der Südtiroler Banken verzeichnen einen leichten Anstieg. Für einen Kredit von 5.000 Euro mit drei Jahren Laufzeit wandten die lokalen Banken im 4. Quartal 2010 einen durchschnittlichen TAEG (Abkürzung für jährlichen effektiven Zinssatz) von 10,4 Prozent an. Die durchschnittliche monatliche Rückzahlungsrate für diese Art von Finanzierung betrug 157,99 Euro und war damit zwar geringfügig höher als im selben Zeitraum des Vorjahres (156,17 Euro), aber immer noch unter dem Wert vom 31. Dezember 2008 (159,33 Euro).Leichte Rückgänge bei Passivzinsen Der durchschnittliche Zinssatz auf Portfoliofinanzierungen betrug 5,8 Prozent und lag damit um 0,7 Prozentpunkte unter jenem desselben Zeitraums des Vorjahres (6,5 Prozent). Der Zinssatz für Rechnungsvorauszahlungen lag im 4. Quartal 2010 bei 6,1 Prozent und somit 0,6 Prozentpunkte unter dem Wert des letzten Quartals 2009 (6,7 Prozent). Der jährliche Maximalzinssatz auf überzogene Kreditrahmen lag bei durchschnittlich 9,6 Prozent – und war damit rückläufig. Die jährlichen Passivzinsen außerhalb des Kreditrahmens waren ebenfalls rückläufig. Der Maximalwert ist hier um fast vier Prozentpunkte auf rund 18 Prozent gesunken. Die prozentuelle Erhöhung betrug durchschnittlich 3,6 Prozent und war somit um 0,8 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 2009 (4,4 Prozent) .Zinsen auf Einlagen stabil Die Zinsen auf Einlagen sind stabil: Die Habenzinsen auf Kontokorrente unterbrachen ihren rückläufigen Trend. Der Durchschnittszinssatz auf ordentliche Kontokorrente verzeichnete im vierten Quartal 2010 nämlich einen Rückgang um lediglich 0,1 Prozentpunkte gegenüber 2009 und lag bei 0,4 Prozent. Der jährliche Mindestzinssatz blieb weitgehend unverändert und pendelte sich bei durchschnittlich 0,1 Prozent ein. Auch die Zinsen für Sparbriefe haben sich kaum verändert. Höhere Kontoführungsspesen Die durchschnittlichen Jahresspesen für die Führung eines ordentlichen Kontokorrents lagen am 31. Dezember 2010 - ohne Stempelsteuer, die 34,20 Euro beträgt - bei 67,30 Euro (+17,30 Euro gegenüber 2009).Die angerechneten Spesen variieren stark von Bank zu Bank. Einige berechnen dem Kunden keine Spesen, andere verlangen bis zu 216,00 Euro.Auch die Gebühren je Bankbewegung sind angestiegen: Der Mittelwert lag zum 31.12.2010 bei 1,47 Euro (+0,16 Euro gegenüber 2009). Die Gebühren für Abbuchungsaufträge vom eigenen Kontokorrent zugunsten Dritter bei anderen Banken waren hingegen rückläufig und erreichten einen Mittelwert von 1,98 Euro, gegenüber den 2,14 Euro im Jahr 2009.Die lokalen Banken verlangten für die Vergabe einer Bankomatkarte für Behebungen und Pos (Points of Sale) zwischen 10 und 30 Euro, wenngleich einige Kreditinstitute keinerlei Kosten für diese Dienstleistung berechneten. Auch die Gebühr für die jährliche Erneuerung der Bankomatkarte wird von den meisten Banken angelastet und schwankt zwischen einem Minimum von null und einem Maximum von 30 Euro.Die Spesen für Bankomatbehebungen bei Schaltern anderer Banken sind gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres leicht rückläufig (durchschnittlich 2,12 Euro gegenüber 2,21 Euro im Jahr 2009).Wachsende Gebühren für Verwaltung und Verwahrung von Obligationen Für die Verwaltung und Verwahrung von Staatspapieren berechneten die erhobenen Banken ihren Kunden im Schnitt 11,98 Euro je Semester. Dieser Betrag liegt um 0,54 Euro über jenem des Vorjahres. Die halbjährliche Fixgebühr für die Verwaltung und Verwahrung von Obligationen und anderen Wertpapieren erfuhr hingegen einen stärkeren Anstieg und erreichte einen Durchschnittswert von 36,27 Euro.