Mittwoch, 31. Juli 2019

Südtirol geht baden

Knapp 40 Grad und keine Wolke am Himmel – was gibt es an Angenehmeres als einen Sprung ins kühle Nass? Schwimmen, Baden und Planschen haben im heurigen Sommer Hochsaison. Grund genug für den „WIKU“, um einen Blick hinter die Kulissen der heimischen „Lidos“ zu werfen.

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Eines vorweg: Wenn man von den großen Erlebnisbädern und den Thermen Meran absieht, lässt sich Südtirols sommerlicher Badespaß kaum in Zahlen fassen. Nur die wenigsten Freibäder führen genau Buch über ihre Tagesgäste.

Noch schwieriger ist es, landesweite Statistiken zu finden: zu unterschiedlich die einzelnen Saisonen, zu ungleich die klimatischen Bedingungen in den verschiedenen Landesteilen, zu häufig der Wechsel bei den Betreibern, um sich ein umfassendes Bild zu machen.

Fest steht, dass das Gros der Südtiroler Schwimmbäder den heimischen Gemeinden gehört und von diesen auch verpachtet wird – nicht immer unbedingt gewinnbringend, dafür aber mit einem erheblichen gesellschaftlichen Mehrwert, wie Andreas Schatzer, Bürgermeister von Vahrn und Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, erklärt. „Unsere Frei- und Hallenbäder sind nicht ganz billige, dafür aber wichtige Infrastrukturen“, betont er gegenüber dem „WIKU“.

Geschäft nicht immer einfach

Doch das Geschäft mit dem kühlen Nass ist nicht immer einfach: Neben Pachtzins, Auflagen und laufenden Kosten macht das Wetter den Schwimmbadbetreibern am meisten zu schaffen. Denn fällt die Saison einmal ins (Regen)Wasser, „haben die Gemeinden kaum Möglichkeiten zu intervenieren und in laufende Verträge einzugreifen. Das Risiko bleibt also bei den Betreibern“, so Andreas Schatzer. 

Auch und gerade deshalb plädiert er für neue Ideen. „Die Pächter müssen sich etwas einfallen lassen, nicht ausschließlich auf den Badebetrieb setzen, sondern differenzieren und sich ein zweites Standbein schaffen – etwa mit einer gepflegten Küche, aber nicht nur.“

Wie Schwimmbadbetreiber und Gäste das Geschäft einschätzen und weshalb so manch einer mehr Optimismus im Wetterbericht fordert, lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage des Tagblatts "Dolomiten".

stol