Für betriebsinterne Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wurden in Südtirol im Jahr 2010 rund 103,2 Millionen Euro ausgegeben. Das entspricht einem Plus von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr als die Hälfte dieser Ausgaben (65 Prozent) wurden von den Unternehmen getätigt, gefolgt von den Non-Profit-Institutionen und den öffentlichen Körperschaften (23,5 Prozent) sowie der Universität (11,5 Prozent). Trentino: 328 Millionen Euro für Forschung und EntwicklungDie Nachbarprovinz Trient liegt jedoch in puncto Forschung und Entwicklung um Welten vorne: Es zeigt sich, dass dort sowohl die öffentlichen Strukturen als auch die universitären Einrichtungen höhere Investitionen tätigen. Insgesamt beliefen sich die F&E-Gelder auf 328 Millionen Euro: 157 Millionen Euro entfielen auf Unternehmen, knapp 100 Millionen auf öffentliche Körperschaften und Non-Profit-Organisationen und weitere immerhin 71 Millionen Euro auf die Universität. Die Quote für Forschung und Entwicklung kletterte im Trentino erstmals über die Marke von zwei Prozent und näherte sich somit den Zielen laut EU-Lissabon-Strategie, die eine Forschungsquote von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes vorsieht an. Der italienische Schnitt liegt bei rund 1,3 Prozent.1465 Beschäftigte für F&E in SüdtirolSchlechter als die südlichen Nachbarn schnitt Südtirol auch bei der Beschäftigung in diesem Bereich ab. Im Jahr 2010 wurden in Südtirol 1465 Beschäftigte fürForschung und Entwicklung eingesetzt, 35 mehr als im Vorjahr (plus 2,4 Prozent). Der höchste Personaleinsatz wurde dabei von den Unternehmen geleistet (65,7 Prozent). Im Trentino waren wesentlich mehr Menschen im F&E-Bereich beschäftigt, wobei dort laut Astat die öffentlichen Körperschaften und die Nonprofit-Institutionen eine größere Rolle spielen als in Südtirol.