Gastreferent Andreas Giger ging der Frage nach, "was das Lebensqualitätskonto von Kunden ins Plus oder ins Minus führt. Immer mehr Kunden werden alle Produkte und Dienstleistungen darauf prüfen, ob sie ihnen mehr Lebensqualität bringen“, sagte der Marktforscher.Lebensqualität werde damit zum wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Leitwert. Unternehmen und Urlaubsdestinationen würden immer stärker daran gemessen, inwieweit sie zur Lebensqualität ihrer Kunden und Mitarbeiter beitragen. Landeshauptmannstellvertreter Hans Berger betonte die Wichtigkeit der längerfristigen Strategien im Tourismus. „Wir setzen seit Jahren auf mehr Internationalisierung und die Bemühungen der SMG tragen Früchte. Es ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, sich aus der Abhängigkeit von einem Markt zu befreien und sich auf mehrere Nationen einzustellen“, unterstrich Berger.Christoph Engl ging in seinem Referat auf die Lebensqualität in Südtirol ein. „Wir tun gut daran, unsere Angebote für uns selbst und unsere Kunden fest mit dem Territorium und seinen Geschichten zu verknüpfen. Wo Geschichte ist, wo Tradition, wo Herkunft die Zukunft bestimmt und das gut vermittelt wird – dort ist das Gefühl von Lebensqualität gut erfahrbar“, erklärte Engl. Für ein gutes Lebensgefühl in Südtirol sei außerdem entscheidend, dass die Gäste sich in denselben Freizeitaktivitäten üben wie die Einheimischen. „Wenn Südtiroler selbst Skifahrer, Bergwanderer, Tourengeher, Weinkenner, Mountainbiker oder Gourmets sind, werden dies auch unsere Gäste sein“, so Engl weiter. „Immer mehr geht es den Kunden darum, mit Geld und Zeit einen echten Mehrwert für das eigene Leben zu erhalten. Am besten, man lernt in der Zeit des Urlaubs etwas für das Leben oder sich selbst. Am besten, man findet etwas wieder, was man verloren geglaubt hat. Am besten, man fällt in die Kindheitsträume zurück, die der Alltag zugeschüttet hat“, so das Fazit der Ausführungen des SMG-Direktors.Südtirol habe als „Garten Eden in Europa“, die Kraft, Sehnsüchte zu wecken und Spuren zu hinterlassen und damit als begehrter Lebensraum wahrgenommen zu werden, sagte Engl.