„In der aktuellen Umfrage des AFI Barometers haben wir die Arbeitnehmer zu verschiedenen Brennpunkten von Verkehr und Mobilität in Südtirol befragt”, erklärt Forscherin Irene Conte, die im Institut das AFI-Barometer betreut.Die erste Frage zur Mobilität betraf den Südtirol Pass, also das Jahres-Abo, mit dem alle öffentlichen Verkehrsmittel des Landes genutzt werden können.„Das Ergebnis: 74 Prozent der befragten Arbeitnehmer halten den Preis für angemessen, 21 Prozent finden den Südtirol-Pass zu teuer, 5 Prozent sagen, er koste zu wenig“, so Conte. Keine Unterschiede in der Beurteilung des Südtirol-Pass konnte das AFI zwischen Pendlern und Nicht-Pendlern feststellen, ebenso wenig zwischen jenen, die mit Zug und Bus zur Arbeit fahren und jenen, die ihren Arbeitsplatz zu Fuß, mit Fahrrad oder Auto erreichen.Arbeitnehmer laut AFI-Barometer gegen eine PassmautAls zweiten Punkt nahm das AFI-Barometer zu Verkehr und Mobilität eine heikle Frage auf: Seit Jahren wird in Südtirol darüber geredet, eine Maut auf den viel befahrenen Passstraßen einzuführen. Wie sehen das Südtirols Arbeitnehmer? 55 Prozent der Befragten sind laut AFI-Barometer für eine Passmaut, 45 Prozent dagegen. Auffallend seien, so Conte, die Unterschiede nach Alter der Befragten. Die Mehrheit der Unter-30-Jährigen (61 Prozent) sei gegen eine Passmaut, bei den älteren Arbeitnehmern kehre sich das Verhältnis um. Und auch die dritte Frage des Barometers hatte einen aktuellen Stellenwert: Das AFI-Barometer hat die Arbeitnehmer gefragt, ob sie grundsätzlich für oder gegen die Einführung einer Schwerverkehrsabgabe auf der A22 seien. 69 Prozent stimmten dem zu, 31 Prozent waren dagegen."Auch in dieser Frage gibt es ein Altersgefälle. Bei den Unter-30-Jährigen geht es knapp her: 54 Prozent sind für eine höhere Maut für Fernlastwagen, 46 Prozent dagegen. Bei den älteren Arbeitnehmern hingegen ist die Sache klar: Eine höhere Maut für Lkws befürworten 72 Prozent der Befragten", so Conte.stol