Donnerstag, 18. Mai 2017

Südtirol setzt sich stark für Wasserstofftechnologie ein

Eine Million Kilometer ist Südtirol mit Wasserstofftechnologie emissionsfrei gefahren und das Land setzt weiter auf dieses Pferd.

LR Florian Mussner, LH Arno Kompatscher, LR Richard Theiner und Thomas Klauser von H2-Südtirol vor dem Wasserstoffzentrum in Bozen Süd. - Foto: Roman Clara
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LR Florian Mussner, LH Arno Kompatscher, LR Richard Theiner und Thomas Klauser von H2-Südtirol vor dem Wasserstoffzentrum in Bozen Süd. - Foto: Roman Clara

Zehn Wasserstoffautos, fünf Brennstoffzellenbusse und bereits über eine Million Null-Emissions-Kilometer in Südtirol. Diese Bilanz in punkto Wasserstofftechnologie in Südtirol seit 2014 wurde  am Donnerstag im Wasserstoffzentrum in Bozen präsentiert.

„Südtirol mit seiner Brückenfunktion zwischen Staaten und Regionen und mit seiner besonderen Natur- und Kulturlandschaft hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben, und dies besonders bei den umweltfreundlichen Mobilitätsformen. Damit schützen wir nicht nur die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für unsere Umwelt und Natur“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Südtirol als Wasserstoffstandort an der Spitze

Südtirol gehöre europaweit zu den ersten Regionen, die sich aktiv für Brennstoffzellenfahrzeuge eingesetzt haben und wolle auch weiterhin als Wasserstoffstandort europaweit an der Spitze bleiben, erklärte der Landeshauptmann.

Mobilitätslandesrat  Florian Mussner verwies auf die gut funktionierenden Brennstoffzellenbusse in Bozen im Rahmen des EU-Projekts Chic und das neue EU-Großprojekt für Wasserstoffbusse JIVE, bei dem sich das Land beteiligt.

Smart Grids: Intelligente Stromnetze notwendig

Um die Auslastung der erneuerbaren Energiequellen zu verbessern, brauche es intelligente Stromnetze, smart grids genannt, um die Spitzen von Stromerzeugung und Stromverbrauch tageszeitlich aufeinander abzustimmen, erklärte Umwelt- und Energielandesrat Richard Theiner. Es gibt bereits einen Masterplan zur Modernisierung der Netzinfrastruktur des Landes und zur Förderung für Elektrofahrzeuge.

Wasserstoffzentrum in Zahlen

Das Wasserstoffzentrum (IIT) in Bozen, das über den Europäischen Fond für Regionalentwicklung (EFRE) und mit Unterstützung des Land realisiert wurde, lieferte seit Bau vor 3 Jahren 4765 Betankungen von Fahrzeugen und die Produktion von 58.720 Kilogramm Wasserstoff. So wurden rund 380 Tonnen Diesel eingespart.

Die Energiegesellschaft Alperia unterstützt das Land beim Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Zurzeit hat die Alperia 35 Ladestationen und zählt 1000 Ladevorgänge pro Monat. 

stol/lpa

stol