Montag, 29. April 2019

Südtirol weiterhin attraktiv für ausländische Unternehmen

Der Wirtschaftsstandort Südtirol fungiert als Bindeglied zwischen den deutschen und italienischen Sprach- und Wirtschaftsräumen. Trotz der Globalisierung und der immer wichtiger werdenden englischen Sprache bleibt Südtirol attraktiv für ausländische Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse einer Masterarbeit, die in Zusammenarbeit mit dem Wifo – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen realisiert wurde.

Das Wifo hat einen Wettbewerb für Bachelor- und Masterarbeiten ausgeschrieben.
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Das Wifo hat einen Wettbewerb für Bachelor- und Masterarbeiten ausgeschrieben. - Foto: © D

Während seines mehrmonatigen Praktikums im Wifo hat der Student Marcel Stapke aus Hamburg für seine Masterarbeit recherchiert. Ziel seiner Abschlussarbeit war es herauszufinden, ob die Zweisprachigkeit und die Brückenfunktion Südtirols einen Einfluss auf die Ansiedelung von Unternehmen aus dem deutschsprachigen Ausland hat.

Aus diesem Grund interviewte er mehrere Unternehmen mit Hauptsitz im deutschsprachigen Ausland, um mit ihnen über ihre Ansiedlungsgründe, ihre Zielmärkte und ihre Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort Südtirol zu diskutieren.

Hauptgründe: Brückenfunktion und die Zweisprachigkeit

Das Ergebnis ist eindeutig: Bei fast allen Unternehmen waren die Brückenfunktion und die Zweisprachigkeit die Hauptgründe für die Ansiedlung.

Einerseits nutzen sie Südtirol als Sprungbrett für den italienischen Markt, andererseits spielt besonders für kleinere Unternehmen auch der lokale Markt eine wesentliche Rolle und ein nicht unerheblicher Teil ihres Umsatzes wird in Südtirol selbst erzielt.

Zuverlässigkeit und die Zahlungsmoral der Südtiroler Kunden

Zudem zeigen sich die Unternehmen zufrieden mit dem Wirtschaftsstandort Südtirol, wobei die Zuverlässigkeit und die Zahlungsmoral der Südtiroler Kunden hervorgehoben werden. Negativ bewertet werden die logistischen Schwierigkeiten aufgrund der schlechten Erreichbarkeit sowie der Mangel an Gewerbeimmobilien und qualifizierten Fachkräften.

„Es ist wichtig, dass Südtirol weiterhin an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeitet, um auch in Zukunft für Unternehmen aus dem Ausland als Wirtschaftsstandort attraktiv zu bleiben“, unterstreicht Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Wettbewerb für Bachelor- und Masterarbeiten

Das Wifo hat einen Wettbewerb für Bachelor- und Masterarbeiten ausgeschrieben. Wer eine Abschlussarbeit zu einem wirtschaftlichen Thema rund um Südtirol verfassen möchte, kann sich noch bis zum 3. Mai 2019 zum Wettbewerb „Bachelor- und Masterarbeiten zur Südtiroler Wirtschaft“ anmelden.

Es werden 3 Preise zu je 1500 Euro vergeben.

stol

stol