Konsumenten legen beim Einkauf von Lebensmitteln immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit. Dies belegt auch eine repräsentative Wifo-Umfrage,Nachhaltig ja die über 2600 Haushalte in Deutschland und Italien befragte: Etwa 49 Prozent der Haushalte gaben an, häufig oder sehr häufig darauf zu achten, dass die Lebensmittel nachhaltig produziert wurden.<BR /><BR />Die Bereitschaft, mehr dafür zu bezahlen, hält sich zugleich eher in Grenzen. Verbraucher in beiden Ländern akzeptieren zwar geringe Preisaufschläge von bis zu 10 Prozent, doch größere Aufpreise stoßen auf wenig Akzeptanz. In Deutschland sind 20 Prozent der Befragten überhaupt nicht bereit, mehr für nachhaltige Produkte zu bezahlen – in Italien 30 Prozent.<BR /><BR />Was auffällt: Besonders Frauen, jüngere Menschen und Personen mit höherer Bildung zeigen eine größere Zahlungsbereitschaft.<h3> Nur gewisse Aspekte von Nachhaltigkeit sind relevant</h3>Was Konsumenten konkret unter Nachhaltigkeit verstehen, unterscheidet sich jedoch sehr stark. Der Begriff sei sehr breit und umfasse soziale, ökologische und gesundheitliche Aspekte, was eine gezielte Vermarktung erschwere, erklärt das Wifo.<BR /><BR />Bei der Kaufentscheidung sind laut Studie aber vor allem 2 Nachhaltigkeitsaspekte im Verhältnis zum Preis und zum Geschmack entscheidend: Gesundheit und Tierwohl. In Italien und Deutschland legen Verbraucher gleichermaßen großen Wert darauf, dass Lebensmittel vor allem keine gesundheitsgefährdenden Rückstände enthalten. Dahinter folgt das tierische Wohlbefinden.<BR /><BR />Diese beiden Nachhaltigkeitsaspekte sollten daher auch bei der Bewerbung und Vermarktung der Südtiroler Qualitätsprodukte stärker aufgegriffen werden, lautet die Handlungsempfehlung der Studie. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1071495_image" /></div> <BR /><BR />Andere Nachhaltigkeitsaspekte wie geringere Treibhausgasemissionen, reduzierter Wasserverbrauch oder biologische Landwirtschaft spielen bei der Kaufentscheidung eine untergeordnete Rolle.<BR /><h3> Südtiroler Qualitätsprodukte genießen einen guten Ruf</h3>Nicht ohne Grund fand die Befragung in Deutschland und Italien statt: Die beiden Länder sind die wichtigsten Absatzmärkte für Südtiroler Äpfel, Speck und Milcherzeugnisse. Doch welche Eigenschaften verbinden Verbraucher mit Südtiroler Produkten?<BR /><BR />Auf Platz eins liegt die hohe Qualität: 82 Prozent der italienischen und 66 Prozent der deutschen Konsumenten assoziieren Südtiroler Produkte mit erstklassiger Qualität. Dahinter folgt der gute Geschmack. Eine umweltschonende Produktionsweise wird dagegen deutlich weniger mit Südtiroler Qualitätsprodukten verbunden.