Der Entschluss, Voruntersuchungen zu den Praktiken der sechs Banken anzustellen, sei in einer Sitzung am 7. Mai getroffen worden, schreibt die italienische Wettbewerbsbehörde „Autorità garante della concorrenza e del mercato“, auch Antitrust genannt, in einer Mitteilung.Am Mittwoch habe man den Beschluss nun den betroffenen Banken mitgeteilt. Im Visier der Wettbewerbshüter geraten sind demnach die Südtiroler Sparkasse, die Südtiroler Volksbank, die Raiffeisenkasse Bruneck, die Raiffeisenkasse Bozen, die Raiffeisenkasse Ritten sowie die Raiffeisenkasse Eisacktal.Vorwurf: ZinsabspracheDie Voruntersuchung sei unter anderem aufgrund einer Eingabe der Verbraucherzentrale Südtirol angestoßen worden.Mittels der Untersuchung soll nun das Einfügen einer Klausel bei Hypothekardarlehen mit variablem Zinssatz überprüft werden: eine Klausel, die festschreibe, dass der anzuwendende Zinssatz nicht unter 3 Prozent rutschen dürfe, so die Wettbewerbsbehörde.Dieser Zinssatz sei nicht gerechtfertigt und zudem für die Kundschaft „kostspielig“.Konkurrenzkampf vermeidenLaut Antitrust könnte die gemeinsame Anwendung eines Zinssatzes möglicherweise dazu gebraucht werden, um die einzelnen Bankgeschäfte zu koordinieren.So könne man den Konkurrenzkampf zwischen den Banken vermeiden. Die Untersuchungen sollen innerhalb 15. Mai 2015 abgeschlossen werden.stol