Dienstag, 22. Januar 2019

Südtiroler Bauernbundpreis 2019

Wie können Südtiroler Landwirte die Wirtschaftlichkeit ihrer Höfe verbessern? Darum ging es in der achten Ausgabe des Südtiroler Bauernbundpreises. 26 Studierende des Bachelors Agrarwissenschaften und Umweltmanagement der Unibz analysierten in 5 Gruppen ausgewählte landwirtschaftliche Betriebe.

Die Studierenden und Verantwortlichen des Südtiroler Bauernbundpreis 2019. - Foto: Unibz
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Die Studierenden und Verantwortlichen des Südtiroler Bauernbundpreis 2019. - Foto: Unibz

Warum nicht den Wein auch online und über einen eigenen Hofladen vermarkten und den Hof für geschlossene Veranstaltungen einem breiteren Publikum zugänglich machen? Mit diesen Vorschlägen zur Steigerung der Rentabilität des Hofs hat sich eine Gruppe von Studierenden des Bachelors Agrarwissenschaften und Umweltmanagement der Unibz den ersten Platz bei der diesjährigen Ausgabe des Südtiroler Bauernbundpreis gesichert.

in gemeinsames Projekt der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik und des Südtiroler Bauernbundes (SBB), in dem Studierende die wirtschaftliche Situation einiger ausgewählter Höfe prüfen und konkrete Vorschläge erarbeiten, um deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Gewinne für beide Seiten 

Eine Win-Win-Situation für beide Seiten, wie SBB-Vize-Direktor Ulrich Höllrigl sowie die Verantwortlichen auf Seiten des Bachelors Agrarwissenschaften und Umweltmanagement Prof. Jonas Rossmanith, Prof. Christian Fischer und Dr. Sarah Kühl bei der Preisverleihung an der unibz unterstrichen.

„Dieses gemeinsame Studienprojekt führen wir seit nunmehr 7 Jahren durch. Für uns als Bauerbund ist die Kooperation mit der Universität sehr wichtig“, dankte Ulrich Höllrigl dem Team der unibz. „Auch für die Studierenden bietet das Projekt eine gute Gelegenheit, die betriebswirtschaftliche Seite am Hof kennenzulernen und Verbesserungspotentiale zu entwickeln. Diese wiederum kommen den Betriebsleitern zugute, die am Projekt mitgewirkt haben.“

5 Betriebe wurden analysiert

In diesem Studienjahr wurden insgesamt 5 landwirtschaftliche Betriebe analysiert: ein Weinbaubetrieb, 2 Milchviehbetriebe, ein Obst- und Weinbaubetrieb sowie ein biologischer Milchvieh- und Obstbaubetrieb.

 Als Sieger ging schließlich die Gruppe hervor, die einen Weinbaubetrieb in Bozen untersucht hatte. Anhand von Kalkulationsmodellen wurden Möglichkeiten aufgezeigt, den Erlös aus dem Verkauf der Keltertrauben zu steigern.

Vermarktungs- und Entwicklungsmöglichkeiten am Hof

Zudem zeigten die Studierenden interessante Vermarktungs- und Entwicklungsmöglichkeiten am Hof auf. Prämiert wurden weiters die Arbeiten zur Analyse eines Milchviehbetriebes, in dem die Studierenden dem Bauern Vorschläge für den Anbau von Futtermais lieferten sowie das Projekt für einen Obst- und Weinbaubetrieb, in dem die Studierenden eine Wirtschaftlichkeitsrechnung für eine Ferienwohnung und eine mögliche Photovoltaikanlage machten.

Im 3-jährigen Studiengang Agrarwissenschaften und Umweltmanagement werden den Studierenden Kompetenzen in der Produktion und Vermarktung von pflanzlichen und tierischen Produkten, im nachhaltigen Management von Wäldern und Berggebieten, der Lebensmitteltechnologie, der Betriebswirtschaft sowie der Agrarökonomie und -politik vermittelt.

Kompetenzen, von denen auch die Betriebe, die sich am Bauernbundpreis beteiligen, unmittelbar profitieren können. „Für uns im Studium stellen insbesondere Fragestellungen der Zukunftsfähigkeit der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe und der Aufwertung des Territoriums eine Rolle“, so Prof. Christian Fischer.

stol

stol