Begrüßt wurde das Publikum am Freitag vom Obmann des BRING Beratungsring Berglandwirtschaft und Landesrat Arnold Schuler. Diese betonen den Umschwung in der Südtiroler Milchwirtschaft und die Freude in der Landwirtschaft. Christian Dürnberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Messerli Forschungsinstitut zeigte in einem Vortrag auf, welche Erwartungen die Menschen an die Landwirtschaft in Bezug auf Nutztierhaltung und auf das Tierwohl haben. Neben der Produktion von Nahrungsmitteln und unter Berücksichtigung von Werten wie Tier-, Umwelt- und Klimaschutz spielen auch Bilderwelten rund um den Ursprung der Tiere eine Rolle. Obwohl es immer wieder Kritik an die Landwirtschaft gibt, kaufen die Leute gerne tierische Produkte. Wichtig dabei ist besonders die Qualität der Produkte, der Umweltschutz, das Tierwohl und die Stärkung des ländlichen Raums.Südtirol hat gute Chancen für den deutschen MarktDie Südtiroler Milchwirtschaft ist im internationalen Vergleich mit durchschnittlich 15 Kühen pro Hof kleinstrukturiert, in Südtirol selbst aber eine der wichtigsten Wirtschaftszweige. Die steigende Nachfrage an Bio-Produkten, an Convenience-Produkten und an Käsespezialitäten haben die Milchhöfe bereits früh erkannt und die Möglichkeit genutzt das Sortiment zu erweitern.Auch an der Tagung eingeladen war der Geschäftsführende Gesellschafter der Heiderbeck Gmbh aus Deutschland. Südtirol hat gute Chancen für den deutschen Markt, da das Land ein gutes Immage pflegt und da milde Käsesorten, für die Südtirol bekannt ist, bei deutschen Verbrauchern beliebt sind. Martin Mair, der Geschäftsführer von Brimi, betont, dass es auch in Zukunft wichtig ist, nachhaltig zu wirtschaften, damit die Passion für die Milchwirtschaft gespürt wird. Martin Mair vom Milchhof in Brixen. - Foto: Bring Der Bauer des Familienbetriebs „Brunnerhof“ in Ratschings, Walter Kinzner, ist überzeugt, dass sein Hof mit der Produktion von Bio-Heumilch auf dem richtigen Weg ist. stol