Mittwoch, 08. Juli 2015

Südtiroler Familien geben am meisten aus

Italien spürt nach Jahren der Rezession wieder Rückenwind, was sich leicht auf den Konsum auswirkt. Nach Jahren kontinuierlichen Rückgangs ist der Konsum der italienischen Familien 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht gewachsen.

Foto: © LaPresse

Der Anstieg betrug 0,7 Prozent im Vergleich zu 2013. Laut Angaben des Statistikamts Istat lagen die Durchschnittsausgaben der italienischen Familien im Vorjahr bei 2.488 Euro, das sind 2,5 Prozent weniger als 2012. 

Südtirol ist die Provinz mit den höchsten monatlichen Ausgaben pro Familie (3384,48 Euro), gefolgt von der Lombardei (2950,06 Euro) und der Emilia Romagna (2883,27 Euro).

Junge Familien geben circa 100 Euro weniger als Ehepaare über 64 Jahre aus. Die Monatsausgaben der Migrantenfamilien liegen durchschnittlich bei 1.644 Euro, 900 Euro weniger als in Haushalten, die aus Italienern bestehen. In den Städten betragen die Ausgaben der Familie fast 300 Euro mehr als in kleineren Gemeinden.

2014 sind nach Jahren des Rückgangs die Lebensmittelausgaben stabil auf 436 Euro geblieben. Die Italiener schnallen jedoch beim Fleischkonsum den Gürtel enger. 2014 wurden monatlich 97 Euro für Fleisch ausgegeben, im Vorjahr waren es noch 99 Euro. Die Italiener geben auch für Softdrinks weniger aus, während die Ausgaben für Fertiggerichte zunehmen.

Der Prozentsatz der Italiener, die nicht nur die Qualität, sondern auch die Menge der eingekauften Lebensmittel reduziert haben, ist von 62 auf 59 Prozent gesunken. 13 Prozent der Familien kaufen in den billigeren Diskount-Supermärkten ein, dieser Prozentsatz ist gegenüber 2013 stabil geblieben.

Zum zweiten Jahr infolge haben die Italiener die Ausgaben für Telekommunikation und Restaurants erhöht. Nach dreijährigem Minus wachsen auch wieder die Ausgaben für Mode und Schuhe, für Möbel, sowie für Gesundheit und Bildung.

mit

stol