Montag, 05. Februar 2018

Südtiroler Jugendring fordert mehr Generationengerechtigkeit

Aufgrund der Daten des Internationalen Währungsfonds will der Südtiroler Jugendring auf die Einkommensschere zwischen Jung und Alt aufmerksam machen. Die Generationsgerechtigkeit soll kein leeres Schlagwort bleiben.

„Generationengerechtigkeit“ soll kein leeres Schlagwort bleiben.
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„Generationengerechtigkeit“ soll kein leeres Schlagwort bleiben. - Foto: © shutterstock

Aus einer Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) geht hervor, dass in der Europäischen Union die Einkommensschere zwischen Jung und Alt weiter auseinander geht. Auch Christine Lagarde, IWF-Chefin, hat sich besorgt gezeigt. Sie warnte, dass vor allem junge Menschen im Arbeitsalter in Rückstand geraten.

Der Studie „Inequality and Poverty across Generations in the European Union“ zufolge stagnieren die Einkommen der 18- bis 24-Jährigen, nachdem die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe infolge der Weltwirtschaftskrise 2007 stark angestiegen sei. EU-Bürger ab 65 Jahren hätten dagegen einen Einkommensanstieg von zehn Prozent verzeichnen können, da die Pensionen erhalten worden seien.

Südtiroler Jugendring versteht sich als Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen 

Der Südtiroler Jugendring (SJR) erinnert aufgrund der Daten des Internationalen Währungsfonds einmal mehr daran, dass „Generationengerechtigkeit“ kein leeres Schlagwort bleiben darf. „Bei allen Entscheidungen, die auf gesellschaftspolitischer Ebene getroffen werden, sind die nächsten Generationen verantwortungsbewusst mitzudenken. Entscheidungsträger haben die Pflicht, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche morgen weitgehend die gleichen Chancen haben“ mahnt die SJR-Vorsitzende Martina De Zordo. 

Der Südtiroler Jugendring ist die Dachorganisation der Kinder- und Jugendverbände Südtirols und zählt 51.000 Mitglieder. 

Als Arbeits- und Aktionsgemeinschaft bemüht er sich über die Anliegen der Verbände hinaus, der gesamten Jugend in Südtirol zu dienen und gemeinsam mit allen Trägern der Jugendarbeit anfallende Probleme zu lösen. Schwerpunkte setzt der SJR dabei in den Bereichen Beratung und Vernetzung, Förderung des Ehrenamtes, Jugendpolitik, Arbeit und Bildung, Partizipation und internationale Jugendarbeit.

Der SJR versteht sich als Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen. Er startet gesellschaftspolitische Initiativen und ist politischer Ansprechpartner zu Jugendfragen. Er agiert dabei stets parteipolitisch unabhängig. 

Auch im Blick auf die bevorstehenden Parlamentswahlen in Italien ruft der SJR dazu auf, Voraussetzungen zu für eine gerechte, soziale und friedliche Gesellschaft von Morgen zu schaffen. „Wir erwarten uns von den gewählten Entscheidungsträgern eine beherzte Vertretung von Jugendanliegen. Das bedeutet gezielt auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen einzugehen und die Jugend bewusst an Entscheidungen zu beteiligen“, so De Zordo.

stol

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