Die vom WIFO im April unter den Südtiroler Konsumentinnen und Konsumenten durchgeführte Erhebung zeigt, dass sich das Konsumklima gegenüber der vorherigen Umfrage im Januar um fast zehn Punkte verschlechtert hat. Der entsprechende Index liegt nun bei -18,1 Punkten.<BR /><BR /><BR />Der starke Anstieg der Energiepreise, der durch den Krieg im Iran und die Blockade der Straße von Hormus verursacht wurde, schürt die Sorgen der Haushalte hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft und hat zu einer deutlichen Abwärtskorrektur der Kaufabsichten bei langlebigen Gütern wie Haushaltsgeräten und Möbeln geführt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1312608_image" /></div> <BR /><BR /> Auch die Einschätzung der Verbraucher hinsichtlich ihrer finanziellen Lage hat sich verschlechtert, wenn auch in geringerem Maße. Betrachtet man die berufliche Situation und das Alter der Befragten, so ist der stärkste Rückgang des Konsumklimas bei den Rentnerinnen und Rentnern zu verzeichnen, während die Aufschlüsselung nach Geschlecht eine ausgeprägtere Verschlechterung bei den Männern zeigt.<BR /><BR />Auch in Europa ist das Verbrauchervertrauen im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Im April lag der Index für die Europäische Union (EU27) um 7,6 Punkte unter dem Wert vom Januar und belief sich auf -19,4 Punkte – ein Wert, der knapp unter dem von Südtirol liegt. In Deutschland verzeichnete das Konsumklima einen Rückgang um rund zehn Punkte, wobei der entsprechende Index auf -18,9 Punkte sank. In Italien und Österreich ist der aktuelle Indexwert noch niedriger und liegt in beiden Ländern unter -24 Punkten, also sechs Punkte tiefer als in Südtirol.<BR /><BR />Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, begrüßt die Öffnungen der Europäischen Kommission hinsichtlich Ausnahmeregelungen bei den Staatsbeihilfen, um den Auswirkungen der Energiekrise entgegenzuwirken: „Es ist von entscheidender Bedeutung, die Inflationseffekte der steigenden Energiepreise so weit wie möglich zu begrenzen. Es gilt, die Kaufkraft der Haushalte zu schützen und den Kostenanstieg für Unternehmen einzudämmen, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.“