Mittwoch, 08. November 2017

Südtiroler Landtag setzt sich mit Schwerverkehr auseinander

Der Südtiroler Landtag hat sich am Mittwoch mit der Eindämmung des Lkw-Transits auf der Brennerachse beschäftigt. Ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene wurde am Nachmittag mit 29 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen.

Ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene wurde am Mittwoch angenommen.
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Ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene wurde am Mittwoch angenommen. - Foto: © D

Der Landtag beauftragte die Landesregierung, in Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol Maßnahmen zu ergreifen, um den Transitverkehr auf der Brennerstrecke zu reduzieren und ihn auf die Schiene zu verlagern.

Den Antrag gestellt hatte die Süd-Tiroler Freiheit (STF). In ihrem Antrag forderte die STF beim geplanten Verkehrsgipfel der Europaregion Tirol, der im Jänner 2018 stattfinden wird, die Reduzierung des Transitverkehrs auf der Brennerautobahn zum zentralen Thema zu machen.

Zudem brauche es einheitliche Regelungen im Bereich der Lkw-Verkehrsbeschränkungen wie etwa Nachtfahrverbote und Schadstoffrichtlinien sowie eine Angleichung der Mauttarife.

Tarifpolitik soll bei Verkehrsgipfel besprochen werden

Landeshauptmann Arno Kompatscher sagte in der Debatte zuvor, dass der Tarif für die A22 nicht nur der günstigste im Alpenraum, sondern auch der günstigste Italiens sei.

Zudem müsse eine Obergrenze festgelegt werden. Durch die anstehende Verlängerung der Autobahnkonzession würden sich Möglichkeiten für eine Tarifpolitik der Verlagerung auf die Schiene und der Unterbindung des Umwegverkehrs ergeben, so Kompatscher. Beim Verkehrsgipfel der Europaregion Anfang Jänner soll auch eine gemeinsame Tarifpolitik Thema sein.

Dem Antrag stimmten 29 Abgeordnete zu, 2 enthielten sich der Stimme.

apa/stol

stol