<BR />Laut dem Wifobarometer gehen mittlerweile alle befragten landwirtschaftlichen Genossenschaften davon aus, im laufenden Jahr positive Erträge erzielen zu können, auch für 2025 herrscht Zuversicht: 9 von 10 befragten Genossenschaften rechnen mit positiven Ergebnissen. Im ersten Halbjahr war die Stimmung noch wesentlich verhaltener gewesen.<h3> Milchpreise haben sich erholt</h3>Besonders gebessert hat sich das Geschäftsklima – dank niedrigerer Energiepreise und höherer Umsätze – in der Milchwirtschaft. „In der zweiten Jahreshälfte haben sich die Milchpreise allmählich erholt, so dass fast alle Sennereien zuversichtlich sind, dass sie ihre Verkaufspreise im Jahr 2025 erhöhen können“, heißt es im Bericht des Wifo. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1096161_image" /></div> <BR />„Derzeit sind die Preise relativ stabil, da wenig Milch am freien Markt verfügbar ist. Von dieser Entwicklung profitiert auch die Südtiroler Milchwirtschaft“, erklärt Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes. <BR /><BR /> Für das kommende Jahr werde mit einem Umsatzwachstum gerechnet, insbesondere auf den Märkten außerhalb von Südtirol. Zudem gehe man davon aus, zu „angemessenen Rentabilitätsmargen“ zurückkehren zu können. Die Auszahlungspreise an die Bauern werden laut Umfrage voraussichtlich zumindest zufriedenstellend, teilweise sogar gut sein.<BR /><BR />Kaser gibt allerdings zu bedenken, dass der Druck vom Handel wegen des schwachen Konsums sehr hoch sei. „Zudem bleibt eine gute Wertschöpfung weiterhin sehr wichtig, da sich die Produktionskosten weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen.“<h3> Geringere Apfelernte – höhere Marktpreise</h3>Auch die Obstgenossenschaften blicken zuversichtlich auf die laufende Vermarktungssaison. Vor allem weil die Apfelernte heuer europaweit geringer ausfallen wird: So werden schlussendlich wohl rund 10,2 Millionen Tonnen Äpfel geerntet werden - 11 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. In Südtirol dürfte die Menge knapp unter dem Vorjahresniveau (rund eine Million Tonnen) liegen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1096164_image" /></div> <BR /><BR />„Das geringere Angebot an Äpfeln wird höhere Marktpreise begünstigen, was wiederum den Genossenschaften ermöglichen wird, ihren Mitgliedern fast immer gute Auszahlungspreise zu gewährleisten“, betont das Wifo.<BR /><BR />Allerdings gibt es auch in der Obstwirtschaft einige Unsicherheitsfaktoren: etwa der Kaufkraftverlust der Haushalte und der rückläufige Apfelkonsum sowie die Schwierigkeiten im Transportverkehr wegen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.<h3> Kellereigenossenschaften: Zuversicht trotz Umsatzrückgang</h3>Gut ist auch die Stimmung bei den Kellereigenossenschaften, auch wenn es einige Schwierigkeiten gibt. Nachdem die Ernte heuer geringer ausfallen wird, rechnet man mit einem um 15 bis 20 Prozent geringeren Ertrag als in den letzten beiden Jahren, wie das Wifo schreibt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1096167_image" /></div> <BR />Zwar seien aufgrund der guten Qualität der Weine Preiserhöhungen möglich, dennoch würden die Kellereien für das Jahr 2025 einen Rückgang der Umsätze auf dem Südtiroler und dem italienischen Markt erwarten, heißt es weiter. <BR /><BR />Dennoch seien aber fast alle Kellereigenossenschaften zuversichtlich, ihren Bauern auch im kommenden Jahr zumindest befriedigende und in einem Drittel der Fälle sogar gute Auszahlungspreise garantieren zu können.<h3> Qualität als Stärke</h3>Eine hohe Qualität ist weiterhin der Trumpf der heimischen Landwirtschaft. Das unterstreichen sowohl der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, als auch Bauernbundobmann Daniel Gasser. <BR /><BR />„Angesichts der immer schwieriger werdenden klimatischen Bedingungen wird die Weitsicht der Südtiroler Landwirtschaft, die seit langem die Qualität zu ihrer Stärke gemacht hat, noch deutlicher. Dank erheblicher Investitionen und der harten Arbeit der Bäuerinnen und Bauern können unsere Genossenschaften heute höhere Auszahlungspreise gewährleisten als anderswo“, betont Ebner. <BR /><BR />„Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren höchste Qualität, die Genossenschaften sind an den Märkten sehr gut aufgestellt und vermarkten die Produkte professionell“, hebt auch Gasser hervor. „Zudem haben wir ein sehr gutes Ausbildungs- und Beratungsnetzwerk. Stärken sind auch unsere familiengeführten Betriebe und das hohe Fachwissen. Daher werden unsere Betriebe auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein. Nach einem etwas schwierigerem Jahr bin ich für die nächsten Jahre zuversichtlich.“