Dienstag, 19. Juni 2018

Südtiroler Milchwirtschaft verbietet Glyphosat

Ab 1. Juli verbietet die Südtiroler Milchwirtschaft den Einsatz glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel: „Wir nehmen unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit ebenso ernst wie die Verantwortung, die wir unseren Kunden, unserem Land, unseren Kindern und unserer Umwelt gegenüber tragen“, so der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, Joachim Reinalter.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Zwar habe die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat im Pflanzenschutz um weitere 5 Jahre bis Ende 2022 verlängert, die Zweifel rund um den Wirkstoff seien aber noch lange nicht aus der Welt geschafft. „Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu wirken, und schon dieser Verdacht ist für uns Grund genug, künftig gänzlich ohne solche Pflanzenschutzmittel auszukommen“, erklärt Reinalter.

Glyphosat-Verbot gilt ab 1. Juli

Auf das Verbot haben sich alle im Sennereiverband zusammengeschlossenen Milchhöfe einstimmig geeinigt, auch weil es nahtlos zur bisherigen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie rund um die Südtiroler Milch passt. „Schon seit Jahren haben wir uns dem geringstmöglichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf unseren Wiesen und Weiden verschrieben“, so der Obmann. „Schon heute beteiligen sich 8 von 10 unserer Bergbauern an den EU-Programmen, die die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbieten“, sagt Reinalter.

Das Glyphosat-Verbot sei demnach nur ein weiterer konsequenter Schritt. Es gilt ab 1. Juli auf allen Futterflächen, die von den Bergbauern bearbeitet werden. „Mit dieser Maßnahme zeigen wir auch den Konsumenten, wie sehr uns ihre Gesundheit, die Nachhaltigkeit und der Schutz von Landschaft und Umwelt am Herzen liegen“, so der Obmann. „Schließlich leben wir von ihrem Vertrauen in unsere Produkte und dieses Vertrauen rechtfertigen wir Tag für Tag.“

stol

stol