Freitag, 18. August 2017

Südtiroler Nutzung von Öffis steigt

Immer mehr Menschen verwenden die öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol. Seit 2001 habe die Nutzung deutlich zugenommen, erklärt das Landesamt für Statistik Astat am Freitag.

Badge Local
Foto: © shutterstock

2016 wurden die Stadtbusse von 226.000 Personen genutzt, die Überlandbusse von 150.000 und die Züge von 221.000 Fahrgästen.

Bei den Stadtbussen habe sich die Zahl der täglichen Nutzer fast verdoppelt (von etwa 20.000 auf fast 35.000). Bei den Zügen nehme vor allem die Zahl der Fahrgäste ab 14 Jahre zu, die mehrmals im Monat mit der Eisenbahn fahren: Ihre Zahl stieg von 29.000 auf 72.000. „Bei diesem Verkehrsmittel überwiegen aber weiterhin die ‚gelegentlichen‘ Nutzer“, so die Experten des Astat.

Züge gewinnen an Beliebtheit - Einige Abstriche

Bereits seit einigen Jahren nimmt die Beliebtheit der Eisenbahn unaufhörlich zu. „Dies führte dazu, dass die Bewertungen für dieses Verkehrsmittel inzwischen fast so gut sind wie jene für die Stadt- und Überlandbusse“, so die Experten.

Fast immer seien mehr als drei von vier Fahrgästen mit den einzelnen Aspekten des Dienstes „ziemlich zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Einzige Ausnahmen sei die Sauberkeit der Züge (mehr als 40 Prozent unzufriedene Fahrgäste), der Preis für die Fahrten mit den Stadtbussen (25,9 Prozent unzufriedene Fahrgäste) und Zügen (29,7 Prozent) und die Bequemlichkeit der Haltestellen von Stadtbussen (25,2 Prozent) und Zügen (30,6 Prozent).

Auto weiterhin am häufigsten für Arbeits- und Schulweg genutzt

Auch wenn die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stetig zunimmt, bleibt das eigene Auto dennoch für die meisten Südtiroler Pendler auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule die erste Wahl.

36 Prozent der Pendler nutzen das Auto täglich als Lenker. Lediglich in den Städten gab es im Laufe weniger Jahre eine radikale Verhaltensänderung, die dazu führte, dass der Anteil der Fahrer von ähnlichen Werten wie in den kleineren Gemeinden auf einen deutlich geringeren Anteil von 27 Prozent im Jahr 2016 sank.

Typisch “städtische” Verkehrsmittel sind der Stadtbus, das Motorrad oder Moped und vor allem das Fahrrad. Letzteres wird in den Städten von 26,3 Prozent der Bevölkerung genutzt, in den kleineren Gemeinden von 4,4 Prozent. Umgekehrt werden außerhalb der Städte üblicherweise die Überlandbusse (8,9 Prozent der Bevölkerung von Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern nutzen sie täglich) und das Auto als Mitfahrer genutzt (11,5 Prozent).

6,2 Prozent der Südtiroler Bevölkerung fahren mit dem Zug zur Schule oder Arbeit. 2001 war ihr Anteil weniger als halb so groß (2,7 Prozent).

stol

stol