Mittwoch, 15. Juli 2020

Südtiroler Qualitätsfleisch: Mangelware

Nach dem Corona-Ausbruch in der Großmetzgerei Tönnies in Deutschland hat sich die Diskussion weiterentwickelt: Plötzlich wollen alle mehr Tierschutz. Südtirols Bauern könnten den bieten. Trotzdem ist es für sie nicht einfach, im Fleischgeschäft mitzumischen, wie der „WIKU“ aufzeigt.

Im neuen „WIKU“ geht es vor allem um das Fleischgeschäft.
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Im neuen „WIKU“ geht es vor allem um das Fleischgeschäft. - Foto: © www.smg.bz.it / IDM Südtirol/Ralf Kreuels
Bisher fristet die Fleischproduktion in Südtirol ein Nischendasein. „Beim Schweinefleisch beträgt der Eigenversorgungsgrad 2,8 Prozent. Die Geflügelfleischproduktion liegt fast bei null“, wie der zuständige Landesrat Arnold Schuler erklärt. Beim Rindfleisch sei der Prozentsatz zwar höher – doch landeten die meisten Kälber in Zuchtbetrieben in Oberitalien und nicht auf Südtiroler Tellern.




Das ist besonders aus 2 Gründen verwunderlich: Erstens müsste es mit 7 Millionen mehr oder weniger qualitäts- und umweltbewussten Gästen und 500.000 ebensolchen Einheimischen einen Markt für Südtiroler Qualitätsfleisch geben. Und, zweitens, würde die Fleischproduktion für die Bauern – gerade für jene im Nebenerwerb – eine große Arbeitserleichterung bedeuten, denn zumindest das tägliche Melken der Tiere entfiele.

Der Frage, woran es hakt, geht der „WIKU“ in seiner aktuellen Ausgabe nach.



d

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