<BR /><BR />Rund 2,55 Millionen Hammen Südtiroler Speck mit dem Siegel „geschützte geografische Angabe“ (g. g. A.) haben die Mitglieder des Konsortiums im vergangenen Jahr hergestellt. Das entspricht einem Minus von 9,4 Prozent gegenüber 2024. Auch das Gewicht des Qualitätsprodukts am Gesamtmarkt schrumpft: Der Anteil des g. g. A.-Specks an der gesamten Speckproduktion sank von 42 auf 39,2 Prozent.<h3> Deutscher Markt unter Druck</h3>„Der Produktionsrückgang im Jahr 2025 ist in erster Linie auf die Entwicklung in einzelnen Exportmärkten zurückzuführen“, erklärt Paul Recla, Präsident des Südtiroler Speck-Konsortiums. Während sich der italienische Markt stabil entwickelte und an Wert und Volumen zulegen konnte, verzeichnete Deutschland – traditionell der wichtigste Absatzmarkt – einen spürbaren Rückgang. Dies betreffe jedoch den gesamten italienischen Wurstwarenbereich, so Recla. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1284087_image" /></div> <BR /><BR />Aktuell werden 68 Prozent des Qualitätsspecks in Südtirol und Italien abgesetzt. Der Schwerpunkt liegt weiterhin im Norden, doch auch in Mittel- und Süditalien wächst die Nachfrage stetig. Die restlichen 32 Prozent gehen in den Export. Deutschland bleibt hier mit 24,8 Prozent der Spitzenreiter, gefolgt von den USA (2,2 Prozent), Frankreich (2,0 Prozent) und der Schweiz (1,2 Prozent).<h3> Veränderte Konsumgewohnheiten</h3>Nicht nur der deutsche Markt drückt auf die Zahlen, auch die veränderten Konsumgewohnheiten seien ein weiterer Grund, so Recla. Zum einen nimmt der Konsum seit Jahren ab. „Gleichzeitig zeigt sich ein klarer Trend hin zu kleineren Verpackungstypologien, die dem heutigen Konsumverhalten entsprechen, jedoch mengenmäßig zu geringeren Produktionsmengen führen“, erklärt Recla. <BR /><BR />Das spiegelt sich auch im Verkaufsmix wider: 46 Prozent der Ware bringen die Produzenten inzwischen als vorgeschnittene Fächerware in den Handel, rund 36 Prozent als Stückware und nur noch 18 Prozent als ganze Hammen.<BR /><BR />Hinzu komme der anhaltende Preis- und Wettbewerbsdruck, der die Produzenten belaste. „Südtiroler Speck g.g.A. konnte seine Positionierung behaupten“, so Recla.<h3> Siegel feiert 30 Jahre</h3>Um die Marke weiter zu stärken, setzte das Konsortium auch 2025 verstärkt auf Marketingmaßnahmen. Dazu zählten unter anderem das Speckfest in Bruneck mit rund 10.000 Besuchern, die Specktage in Naturns sowie die Speck-Safari-Touren in Bozen und Meran.<BR /><BR />Zudem feiert das Qualitätssiegel „g.g.A.“ in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass plant das Konsortium gezielte PR- und Medienmaßnahmen.