Donnerstag, 22. November 2018

Südtiroler Teleskop-Spiegel für die NASA und Co

Mit seinem Unternehmen Microgate in Bozen produziert der Südtiroler Unternehmer Roberto Biasi Spiegel für Teleskope der Weltraumforschung. Zu seinen Kunden zählen die Europäische Südsternwarte ESO, die wichtigsten internationalen Observatorien und sogar die internationale Raumfahrtbehörde NASA. Bei einer Sonderveranstaltung im Planetarium Südtirol in Gummer hat der 53-jährige Ingenieur unlängst über seine Leidenschaft und seine Arbeit sowie über die Wissenschaft und die Forschung in Südtirol erzählt.

Seine Leidenschaft für die Astronomie, sein beruflicher Werdegang und seine aktuellen Projekte standen im Mittelpunkt eines Spazierganges entlang des Planetenweges in Gummer mit dem Südtiroler Unternehmer Roberto Biasi (links im Bild). - Foto: Planetarium Südtirol
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Seine Leidenschaft für die Astronomie, sein beruflicher Werdegang und seine aktuellen Projekte standen im Mittelpunkt eines Spazierganges entlang des Planetenweges in Gummer mit dem Südtiroler Unternehmer Roberto Biasi (links im Bild). - Foto: Planetarium Südtirol

Ursprünglich gründeten die beiden Brüder Vinicio und Roberto Biasi das Bozner Unternehmen Microgate für die Herstellung von Zeitmesssystemen im Sport – und sind damit bis heute weltweit führend. Im Rahmen einer Sonderveranstaltung des Planetarium Südtirol drehte sich jedoch alles um die Astronomie zumal Microgate sich mit einem zweiten Standbein mit der Entwicklung und Produktion verformbarer Spiegel für die Weltraumforschung in den wichtigsten internationalen astronomischen Observatorien beschäftigt.

„Nach meinem Abschluss am Polytechnikum in Mailand habe ich mein Forschungsdoktorat in der Luft- und Raumfahrttechnik erreicht“, erzählte Biasi in Gummer über seinen Werdegang. Sein Professor Piero Salinari vom astrophysischem Observatorium in Arcetri hatte erstmals die Theorie für ein System der adaptiven Optik konzipiert – „und so nahmen die Dinge ihren Lauf“, so Biasi, der aktuell im Auftrag der Europäischen Südsternwarte ESO und des Giant Magellan Telescope Projektes an den optischen Systemen für die beiden weltweit größten Teleskope in Chile arbeitet.

„Sprachen sind der Schlüssel zum Erfolg“

Das Planetarium Südtirol bewertete der internationale Unternehmer als eine wunderbare Einrichtung, die Südtirol bereichert. „Es braucht jedoch eine noch stärkere Vernetzung mit der Universität Bozen, mit den Schulen und mit den Unternehmen“, machte Biasi Zukunftspotential für das „Universum in Gummer“ aus. Nicht zuletzt diskutierte Roberto Biasi mit den Veranstaltungsteilnehmern über den Stand der Dinge in der Südtiroler Wissenschaft und Forschung. „Sprachen sind der Schlüssel zum Erfolg“, so der Unternehmer, der für eine gute Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft die Notwendigkeit eines verstärkten und verbesserten Sprachenlernens sieht.

Das Planetarium Südtirol hat die Veranstaltung mit Roberto Biasi anlässlich der diesjährigen „European Space Talks“ – eine Initiative der Europäischen Weltraumorganisation – organisiert. Ziel des europaweiten Projektes ist es, durch verschiedene Veranstaltungen den Weltraum und die Raumfahrt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken.

stol

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