Freitag, 28. Oktober 2016

Südtiroler Unternehmen setzen auf den chinesischen Markt

Der Ferne Osten ist für die Südtiroler Unternehmen ein sehr interessanter Markt. Vor allem China ist eine lohnende Herausforderung: Gefragt sind hier nicht nur fertige Produkte aus Südtirol, sondern auch Dienstleistungen und Beratungsdienste.

Südtiroler Unternehmen setzen auf den chinesischen Markt
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Südtiroler Unternehmen setzen auf den chinesischen Markt

Deshalb steht das Land des Drachens auch im Mittelpunkt eines Beratertags von IDM Südtirol. Zudem bietet der Wirtschaftsdienstleister von Land Südtirol und Handelskammer diverse weitere Initiativen für Unternehmen an, die sich für den Markt China interessieren. Die Palette reicht von Unternehmerreisen bis zu Gemeinschaftsständen auf Messen im asiatischen Raum.  

Innerhalb nur eines Jahres ist der Export Südtiroler Güter nach China um 66 Prozent gestiegen: Von 2014 auf 2015 wuchs der Warenexport von knapp 28 Millionen Euro auf etwas mehr als 46 Millionen an - immer mehr Südtiroler Unternehmen sehen im Nischenmarkt China eine Chance für ihr Business. Die Unternehmen, die die meisten Waren direkt nach China ausführen, sind Möbelhersteller bzw. Produzenten von Maschinen für verschiedenste Zwecke, darunter auch Maschinen, die für die Hütten- und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.

„Interessant ist dieser Markt aber auch für die Unternehmen des Lebensmittelsektors und für Betriebe, die Lösungen im Bereich Energieeffizienz anbieten. Das sind zwei Themen, für die die Chinesen immer sensibler werden“, unterstreicht Bettina Schmid, Leiterin der Abteilung Sales Support von IDM.

Keine leichte Aufgabe

Wer sich in einem Markt bewegen will, der geografisch und kulturell so weit weg ist wie der chinesische, hat keine leichte Aufgabe vor sich. Die Unternehmenskultur unterscheidet sich grundlegend von jener in Südtirol, somit sind spezielle Kenntnisse gefragt. „Uns haben bereits zahlreiche Unternehmen kontaktiert, um sich über die Möglichkeiten des chinesischen Markts zu informieren und zu erfahren, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um diesen Markt zu erobern“, sagt Valérie Spenlé, Verantwortliche des Bereichs Go International von IDM.

„Deshalb findet am 17. November ein Beratertag statt, an dem über die Bestimmungen sowie über die rechtlichen und kulturellen Aspekte informiert wird, die beim Austausch mit China wichtig sind. Zudem gibt es Best-Practice-Beispiele Südtiroler Unternehmen wie etwa jenes der Eurotherm aus Frangart.“

Chinesen frühstücken mit Südtiroler Getreide 

Tatsächlich haben sich diverse Betriebe aus Südtirol bereits vor einigen Jahren dafür entschieden, mit Unterstützung der damaligen EOS den Schritt auf den Markt China zu wagen. Mittlerweile haben sich ihre Handelsbeziehungen mit dem Land des Drachens konsolidiert.

Eine dieser Firmen ist die Fuchs J. GmbH aus Kastelbell, die seit nunmehr fünf Jahren Getreidesorten für das Frühstück auf die Tische der Chinesen liefert. Andere Unternehmen hingegen waren bei Unternehmerreisen und verschiedenen Projekten mit dabei, wie etwa die Südtiroler Betriebe aus dem Bereich Umwelttechnologien, die einer von IDM organisierten Delegation nach Nanjing angehörten. Die Gruppe war Ende Juni auf Einladung des Stahlproduzenten NISCO nach China geflogen.      

stol

 

 

 

stol