Auf Einladung von Christoph Leitl, dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, hat Michl Ebner an der von der Internationalisierungsagentur der österreichischen Wirtschaft „Außenwirtschaft Austria“ und den AußenwirtschaftsCentern in Peking und Shanghai organisierten Wirtschaftsmission nach China teilgenommen. Die Delegation war mit dem österreichischen Vizekanzler, Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz, dem österreichischen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, dem Präsidenten der österreichischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl, zahlreichen hohen Exponenten der Wirtschaftskammer Österreichs und circa 100 Vertreter/innen der österreichischen Wirtschaftswelt hochkarätig besetzt.Die Reise führte die Delegation in die chinesischen Metropolen Peking und Shanghai – ins Herz der Welt-Wirtschaftsmacht Nummer zwei – und in die Millionenstadt Chengdu, eine der am schnellsten wachsenden Städte weltweit. Bereits jetzt übertrifft das Bruttoinlandsprodukt der Stadt Chengdu beispielsweise die Wirtschaftsleistung von Ungarn.Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des neuen Werks und des Ausbildungszentrums der österreichischen Miba AG in Suzhou, eine der wirtschaftlichen Boom-Städte im Reich der Mitte. Die Miba AG ist einer der führenden Zulieferbetriebe der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie. Zu ihren Produkten zählen Sinterformteile, Gleitlager, Reibbeläge, Leistungselektronik-Komponenten und Beschichtungen, die weltweit in Fahrzeuge, Züge, Schiffe, Flugzeuge und Kraftwerke eingebaut werden. Mit einem Wirtschaftswachstum von 7,7 Prozent im Jahr 2013 und einem offiziellen Wachstumsziel von 7,5 Prozent für 2014 bleibt China auch weiterhin das Zugpferd der Weltwirtschaft. Um die chinesische Wirtschaft langfristig auf ein stabiles Fundament zu stellen, zielt die chinesische Regierung für die kommenden Jahre vor allem auf größere Nachhaltigkeit sowie eine Reduzierung der Abhängigkeit von Drittmärkten ab. Im Zentrum der Bemühungen stehen dabei vor allem die Stärkung des Binnenmarktes und des Dienstleistungssektors.China für Südtirol interessant„Auch für Teile von Südtirols Wirtschaft kann China in den nächsten Jahren immer mehr zum Bezugspunkt und Absatzmarkt werden“, erklärt Handelskammerpräsident Michl Ebner, und unterstreicht: „Im Zuge der Entwicklung des Landes ergibt sich in Zukunft eine Reihe neuer Geschäftschancen, vor allem in den Sektoren Infrastruktur, Hochtechnologie, Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Energie, Umweltschutz und Dienstleistungen.“Steigende Einkommen und die stetige Verbesserung der Lebensqualität der chinesischen Bevölkerung sorgen zudem für beeindruckende Wachstumsraten und ein großes Geschäftspotenzial in den Bereichen Tourismus, Sport und Freizeit sowie bei Lifestyle- und Konsumgütern.Der chinesische Markt liegt auch im Fokus der EOS – Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen, die seit ihrer Gründung im Jahr 2007 zahlreiche Wirtschaftsmissionen, Beratertage und Messebesuche zu China organisiert hat. Dazu zählt unter anderem die Präsenz auf der Alpitec China in Peking und der Asia Fruit Logistica in Hong Kong. Für mehrere Jahre beschäftigte die EOS eine eigene chinesische Mitarbeiterin, die die Südtiroler Unternehmen gezielt bei ihrem Einstieg in den chinesischen Markt unterstützt hat.